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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

VERBRECHEN: Nur vage Hinweise auf drei Verdächtige

13.01.2010

VECHTA /BRüGGE /LöWEN (BELGIEN) Nichts blieb unversucht. Vechtaer Kriminalbeamte reisten Mitte August 1996 extra ins belgische Brügge, um vielleicht etwas Licht in den Mordfall Carola Titze zu bringen. Vergeblich. Auch die Informationen aus dem familiären Umfeld in Vechta halfen den belgischen Ermittlern nicht weiter auf der Suche nach dem Mörder, der die damals 16-Jährige in einem Waldstück an der Küste des mondänen Badeortes De Haan erstochen hatte.

Die Spurensuche konzentrierte sich damals auf drei Varianten: Im Visier stand zunächst ein etwa 17- bis 19-jähriger junger Mann mit kleinem Bart, etwa 1,80 Meter groß und schlank, der Carola Titze laut Augenzeugen mehrfach in einer Diskothek in De Haan angesprochen haben soll. Besonderes Kennzeichen: ostdeutscher Akzent. Monatelang lief diese Fahndung nach dem ominösen Ostdeutschen.

Eine Sackgasse. Übrig blieben zwei belgische Spuren. So prüften die Fahnder, ob der Fall Titze in irgendeinem Zusammenhang mit dem Serienmörder Marc Dutroux stehen könnte. Mit Hilfe der deutschen Kollegen wurden Blutuntersuchungen eingeleitet, weil sich fremde Blutspuren an der Leiche der 16-Jährigen befanden. Dutroux’ Blut war es nicht, stellte sich später im Labor heraus.

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Blieben – die damals nur sehr vagen – Hinweise auf einen weiteren „Belgier“. Außer der Nationalität gab es jedoch keine weiteren Angaben zu Alter oder ungefährer Größe des Verdächtigen. Die Polizei tappte im Dunkeln.

Dass der Leichnam von Carola Titze eine Woche nach ihrem rätselhaften Verschwinden überhaupt gefunden wurde, verdankten die Fahnder belgischen Marinesoldaten. Diese durchkämmten gezielt das Waldstück bei De Haan Meter um Meter. Schließlich machten sie am 11. Juli den grausigen Fund nur rund 200 Meter entfernt von der Feriensiedlung, in der Carola Titze mit ihren Eltern Urlaub gemacht hatte.

Die belgische Polizei machte später nur spärliche Angaben über den körperlichen Zustand – möglicherweise aus Rücksicht. Es hieß lediglich, es seien „Gewaltspuren“ gefunden worden. Tatsächlich wurde Carola Titze laut Polizeiangaben damals anhand ihrer Kleidung und Schmuckstücke identifiziert. Zu einer möglichen Vergewaltigung äußerten sich die Ermittler zunächst nicht – bestätigten diese aber später.

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