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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Nwz-Kolume Zum Cdu-Vorsitz: Die Zeit ist reif für Norbert Röttgen

19.02.2020

Muttis Klügster – so wurde Norbert Röttgen einst genannt, als er noch ein Politiker war, dem eine große Karriere bis ins Kanzleramt zugetraut wurde. Dass daraus nichts wurde, dafür hatte „Mutti“ persönlich gesorgt, indem sie ihn 2012 aus dem Amt des Umweltministers entließ. Doch der Rheinländer ist daran nicht zerbrochen. Nach einer kurzen Schockstarre ist er wiederauferstanden und hat seitdem als Vorsitzender des mächtigen Auswärtigen Ausschusses bewiesen, dass er es kann. Deshalb ist für den 54-Jährigen jetzt die Zeit gekommen, „Mutti“ zu beerben. Folgendes spricht für ihn:

Röttgen scheut nicht das klare Wort. Wo immer in der internationalen Politik Missstände herrschen, hat er dazu eine klare Meinung. Mal holt er den verbalen Knüppel raus, mal äußert er Kritik mit diplomatischer Finesse. Eben je nach Anlass.

Zudem verfügt Röttgen über rhetorische Qualitäten, von denen sich manch anderer Politiker eine Scheibe abschneiden könnte. Gerade in Zeiten, in denen es auf der internationalen Bühne immer komplizierter wird und die Präsidenten dieser Welt gelinde gesagt charakterlich so manches Defizit aufweisen, ist das ein nicht zu unterschätzender Faktor.

Hinzu kommt der Aspekt der künftigen Regierungsbildung. Eine Grok0 wird es aller Voraussicht nach nicht mehr geben. Stellt sich somit die Frage: Welche Koalitionen sind in Zeiten, in denen die Volksparteien immer mehr schrumpfen, überhaupt noch möglich? Mit Röttgen würden zumindest die Chancen auf Schwarz/Grün steigen. In den 90er Jahren bis in die 2000er Jahre war er als politischer Jungspund Mitglied der sogenannten Pizza-Connection, einem Gesprächskreis von jungen Bundestagsabgeordneten aus Reihen der CDU und den Grünen. Diese Kontakte, wenn auch mit anderen Personen, könnte er wieder aufleben lassen.

Und nicht zuletzt gilt: Wahlen werden in der Mitte gewonnen. Eben dort ist Röttgen verortet. Ihm könnte es gelingen, sowohl die bisherigen Merkel-Wähler an die CDU zu binden als auch neue aus konservativen Kreisen zu gewinnen. Denn Röttgen vereint zweierlei: Er ist ein Schwiegermutter-Typ (wenn auch im fortgeschrittenen Alter) und ein Mann, der klare Vorstellungen hat. Das sollte die CDU erkennen.

Hermann Gröblinghoff über Merkel-Nachfolge und CDU-Vorsitz


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Hermann Gröblinghoff Newsdeskmanager / Politikredaktion
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