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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Auf der A1 drohen Staus noch über Jahre hinweg

18.08.2018

Oldenburg Staus, Staus, Staus und kein Ende: Der Baustellen-Marathon auf der Autobahn 1 zwischen den Autobahndreiecken Stuhr und Bremer Kreuz geht in die nächste Runde. Voraussichtlich weitere zwei Jahre muss dort mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden, wenn die eigentlichen Arbeiten zum Bau der neuen Autobahnbrücke über die Ochtum beginnen. Mittlerweile wird an der A 1 im Bremer Umfeld seit rund drei Jahren tagaus tagein malocht.

Der Bereich ist besonders seit Jahresbeginn ein Nadelöhr auf einem der verkehrsreichsten Autobahn-Teilstücken Deutschlands. Zwischen der Anschlussstelle Bremen-Brinkum bis südwestlich des Autobahndreiecks Stuhr wird noch bis voraussichtlich Ende Oktober die Fahrbahndecke grunderneuert. 20 Millionen Euro kostet der Spaß. Die Arbeiten wurden dringend notwendig, weil in beiden Fahrtrichtungen der vor allem von Lastwagen und Schwertransporten genutzte rechte Streifen erneuert werden musste. Dazu wurde die Fahrbahn eingeschnitten. Danach wurde der alte Belag mit einem Resonanzzertrümmerer zerstört und abgetragen, um dann eine neue Betondecke einzugießen.

Der Verkehr wird über mehrere Kilometer in der sogenannten 4 + 0-Verkehrsführung an der Großbaustelle vorbeigeführt. Im Autobahnkreuz Stuhr A 28/A 1 ist darüber hinaus die Auffahrt auf die A1 in Fahrtrichtung Osnabrück weiterhin gesperrt. Eine Umleitung ist eingerichtet und ausgeschildert. Die Sperrung soll bis zum 8. September bestehen bleiben. Neben den ohnehin bestehenden Behinderungen durch die verengten Fahrspuren sorgen immer wieder Unfälle im Baustellenbereich für lange Staus.

Wie die für die Baumaßnahmen auf den niedersächsischen Teilabschnitten zuständige Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg mitteilt, ist damit aber die Baustellentätigkeit dort bei Weitem nicht erschöpft. Vier Parkplätze müssen noch erweitert werden. Der Parkplatz Nord bei Prinzhöfte (Kilometer 132,4), in Fahrtrichtung Osnabrück wird gerade ausgebaut, die Maßnahme dauert voraussichtlich bis Juni 2019. Dasselbe gilt für den Parkplatz Süd bei Prinzhöfte in Fahrtrichtung Bremen (Kilometer 133,8), der im März 2019 fertig sein soll. Dort wird bereits seit April gebuddelt.

Auch der Parkplatz Nord östlich des Autobahndreiecks Ahlhorn in Fahrtrichtung Osnabrück (Kilometer 153,0) wird erweitert, die Baumaßnahmen beginnen voraussichtlich im Dezember. In der Gegenrichtung (Kilometer 153,4) wird der Parkplatz Süd im Frühjahr 2019 ausgebaut. Im Baustellenbereich werden die Fahrbahnen jeweils leicht verengt, die Höchstgeschwindigkeit auf Tempo 80 begrenzt. „Da rechnen wir aber nicht mit so großen Behinderungen und Staus, es fällt ja keine Fahrspur weg“, hofft Frank Zielesny, Bau-Fachbereichsleiter bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr.

Ganz anders wird das sein, wenn die Brücke über die Ochtum erneuert wird. Eigentlich hätten die Arbeiten längst in vollem Gang sein müssen. Doch weil die Planungen erst auf nur sechs Fahrspuren ausgelegt waren, nun aber eine achtspurige Fahrbahn vorausgesetzt wird, wie das auch der Bundesverkehrswegeplan für die A 1 in diesem Bereich vorsieht, machte das ein neues Planfeststellungsverfahren notwendig.

Zunächst wird die Fahrbahnseite in Fahrtrichtung Osnabrück abgerissen und dann neu gebaut. Die ersten Arbeiten im Baustellenbereich haben bereits jetzt begonnen. Dass nun allerdings sofort auch ein achtspuriger Ausbau der A 1 ansteht, ist nicht zu erwarten, so weit sind die Pläne noch nicht gediehen. Das hängt auch unmittelbar mit der möglicherweise anstehenden Sanierung der Brücke über die Weser zusammen. Dann wird dort in jedem Fall achtspurig geplant, denn die Verkehrsbelastung ist enorm und mit den bisherigen sechs Fahrspuren kaum noch störungsfrei zu bewältigen (siehe auch Meldung rechts).

Wer jetzt hofft, dass mit Abschluss der Brückenarbeiten an der Ochtum 2020 der Baustellenmarathon im Ziel ist und endlich freie Fahrt herrscht, darf das nur für die A 1 hoffen. Für Pendler von Oldenburg oder Delmenhorst nach Bremen, die die Bundesstraße 75 nutzen, kommt es Anfang 2020 ganz dick: Ab dann wird die stark befahrene Bundesstraße für zwei Jahre zur Dauerbaustelle. Der Grund: Die 1961 erbaute Brücke über den Fluss Varreler Bäke ist so marode, dass sie abgerissen und ersetzt werden muss, teilte die zuständige Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -baugesellschaft (Deges) jetzt mit. Anfang 2020 wird die 300 Meter lange Brücke abgerissen und an der Nordseite eine Behelfsbrücke eingehängt.

Auf dieser Brücke kann der Verkehr aus Richtung Bremen und aus dem Umland die Baustelle auf jeweils einem Fahrstreifen passieren, während auf der Südseite gebaut wird. Sind dort zwei Spuren, je eine für jede Fahrtrichtung, befahrbar, wird die Behelfsbrücke entfernt und die zweite Halbbrücke gebaut. Ende 2021 sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.


     http://www.strassenbau.niedersachsen.de/aktuelles/aktuelle_verkehrslage/aktuelle-verkehrslage-93625.html 
     https://www.vmz-niedersachsen.de/ 
     https://vmz.bremen.de/verkehrslage/aktuell/ 
Thomas Haselier

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Tel:
0441 9988 2085

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