• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

„Einige Brücken im Oldenburger Land nicht mehr zukunftsfähig“

16.08.2018

Oldenburg Die steigende Verkehrsbelastung bringt auch im Oldenburger Land das meist bereits vor Jahrzehnten angelegte Fernstraßennetz an seine Grenzen. „Einige Brücken sind nicht mehr zukunftsfähig“, sagt der stellvertretende Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg, Frank Zielesny.

Problematisch seien vor allem Autobahnbrücken, die in den 60er oder 70er Jahren gebaut wurden. Obwohl eigentlich für 90 Jahre Nutzung geplant, stehen viele von ihnen schon jetzt auf der Abrissliste. „Einige davon haben keine Lastreserven mehr“, sagt Zielesny und nennt als Beispiel die Brückenbauwerke im Verlauf der A 29. Durch die zu erwartende Zunahme des Schwerlastverkehrs zum und vom Jade-Weser-Port sei für die Planer klar, dass hier bald etwas passieren muss.

Und das nicht nur hier. „Über die Hälfte der Brücken werden derzeit von Statikern nachgerechnet“, erläutert Zielesny. Dabei wird nicht nur die Verkehrszunahme seit der Planung der Brücken berücksichtigt, sondern auch der aktuelle bauliche Zustand der Bauwerke. Und der ist bei einigen Brücken in der Region nachhaltig geschädigt.

Die Zunahme des Verkehrs ist nämlich nur ein Problem, das die hiesigen Brückenbauexperten beschäftigt. Hinzu kommen diverse Brücken, bei deren Bau in den 70er Jahren „falscher Stahl“ verwendet worden sei, so Zielesny. Folge: Der eingebaute Spannstahl rostet und gefährdet damit auf lange Sicht das gesamte Bauwerk.

Trotz aller Probleme zeigt sich der Experte aber sicher, dass von keiner der hiesigen Brücken eine Gefahr ausgeht. Selbst bei den wenigen Bauwerken, die sich laut Prüfergebnis in einem „ungenügenden Bauwerkszustand“ befinden, gebe es „keinen akuten Handlungsbedarf“, versichert Zielesny.

Für so eine Einstufung reiche es schon, wenn die Leitplanken veraltet sind. Drohte wirklich eine Gefahr, würden ganz andere Maßnahmen ergriffen.

Lesen Sie auch:Zwei Brücken im Nordwesten sind sogar „ungenügend“ (NWZ vom 3. Juli 2018)

Jörg Jung
Redakteur
Regionalredaktion
Tel:
0441 9988 2084

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.