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Recht zu wissen, was man kauft

Von Romy Lauschke

Frage:

Frau Schwartau, können Sie eine Pizza genießen oder fragen Sie sich, ob richtiger Käse oder ein Imitat benutzt wurde?

Schwartau:

Wenn ich einkaufen gehe oder Checks mache, habe ich diesen „Verbraucherschutzblick“ und prüfe alles Kleingedruckte. Aber ich weiß auch was gut ist, daher kann ich eine Pizza auch genießen. Im Restaurant überkommen mich häufig Zweifel an der Qualität. Ich muss mich dort auf die Lebensmittelüberwachung verlassen.

Frage:

Was sind die konkreten Forderungen der Hamburger Verbraucherzentrale im Zusammenhang mit den Lebensmittel-Tricksereien?

Schwartau:

Die Angaben der Zutatenliste auf den Produkten müssen leichter erkennbar sein. Häufig sind Hinweise zu klein, zu wenig kontrastreich oder sie befinden sich schwer lesbar im Falz. Die Kennzeichnungsverordnung sollte vorschreiben, dass auch lose verkaufte Lebensmittel gekennzeichnet werden müssen.

Frage:

Was raten Sie den Verbrauchern?

Schwartau:

Immer auf das Kleingedruckte achten, nicht von bunten Bildern und Namen täuschen lassen. Wenn Sie an der Qualität eines Produktes zweifeln, können Sie Kontakt mit den Verbraucherzentralen aufnehmen. Wir prüfen die Produkte. Falls es sich um Trickserei handelt, nehmen wir die Lebensmittel in unsere Liste auf und veröffentlichen sie.

Frage:

Getrickst wird auch bei Verpackungen, oder?

Schwartau:

Einige Anbieter vertuschen Preiserhöhungen, indem sie die Inhaltsmenge verkleinern, das Produkt aber zum gleichen Preis wie vorher verkaufen. Mehr Verbraucherschutz wäre nötig gewesen, beispielsweise Vorschriften zu einer gut lesbaren Grundpreisangabe am Regal. Die Anbieter missbrauchen das Vertrauen ihrer Kunden, wenn sie Waren mit versteckten Preiserhöhungen verkaufen.

Mehr Infos und eine aktuelle Liste unter www.vzhh.de

Silke Schwartau (Bild: VZ), Leiterin der Ernährungsabteilung der Hamburger Verbraucherzentrale, ärgern Tricksereien bei Lebensmitteln.

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