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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Corona-Krise: Tönnies darf nach Ausbruch wieder schlachten

16.07.2020

Rheda-Wiedenbrück Aufatmen bei den Schweinemästern, mahnende Stimmen aus der Politik: Nach dem Corona-Ausbruch bei Deutschlands größtem Schlachtbetrieb Tönnies in Rheda-Wiedenbrück darf das Unternehmen ab sofort wieder schlachten. Die Behörden haben einen eigentlich bis Freitag geltenden Produktionsstopp am Mittwoch aufgehoben, wie die Stadt mitteilte. An diesem Donnerstag will Tönnies die ersten Schweine anliefern lassen.

Zunächst Probebetrieb

Eine Genehmigung für den zweiten Produktionsschritt ist allerdings noch offen. Für die Zerteilung der Tiere hat die Stadt vorerst noch keine Genehmigung erteilt. Hier soll es nochmals eine Begehung der Behörden geben. Gutachter sollen sich beispielsweise Trennelemente aus Plexiglasscheiben anschauen, die die Arbeiter voneinander trennen. Am Freitag soll der Bereich im Probebetrieb wieder aufgenommen werden.

Der Tönnies-Standort hatte in den vergangenen Wochen bundesweit Schlagzeilen gemacht, weil sich rund 1400 Mitarbeiter, darunter viele Werksarbeiter, mit dem Virus Sars-Cov-2 infiziert hatten. Während im restlichen Bundesgebiet die Corona-Maßnahmen deutlich gelockert wurden, hatte die Bevölkerung in den ostwestfälischen Kreisen Gütersloh und Warendorf deshalb erneut weitgehende Einschränkungen des Alltags hinnehmen müssen. Betroffen waren zeitweise rund 640 000 Einwohner.

Tönnies schlachtet am Hauptsitz im Normalbetrieb pro Tag je nach Marktlage zwischen 20 000 und 25 000 Schweine. 30 000 sind von den Behörden genehmigt.

Stau in den Ställen

Durch den Produktionsstopp in Deutschlands größtem Schlachtbetrieb hatte sich ein Stau bei den Schweinemästern gebildet. Sie wurden ihre Tiere nicht los, und in den Ställen wurde der Platz eng. Die Vertrags-Lieferanten, rund 20 Prozent, konnten auf andere Tönnies-Standorte im Emsland (Sögel), in Schleswig-Holstein (Kellinghusen) und in Sachsen-Anhalt (Weißenfels) ausweichen. Andere Mäster mussten sich auf dem freien Markt Schlachthöfe suchen.

Die Stadt Rheda-Wiedenbrück kündigte an, den Schlachtbetrieb bei Tönnies künftig intensiver zu kontrollieren. Auch auf die massiv in die Kritik geratene Unterbringung der Werkarbeiter will sie ein besonderes Auge haben.

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