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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Sechs Spitzenkandidaten buhlen um Wählerstimmen

08.09.2014

  (SPD): Der Regierungschef ist ein gestandener Mann in der Brandenburger Landespolitik. Seit 1994 sitzt der 52-jährige Agraringenieur im Potsdamer Parlament, er war von 2004 bis 2009 Umweltminister unter Matthias Platzeck. Im August 2013 wurde Woidke zum Nachfolger gewählt, nachdem Platzeck aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war. Woidke gilt als umgänglich, aber in der Sache hart. Allerdings fehlt ihm nach einem Jahr im Amt noch die Popularität des einstigen Landesvaters Platzeck.

  (Linke): Der 52-Jährige erwies sich Anfang des Jahres als Senkrechtstarter der Linken. Der damalige Fraktionsvorsitzende übernahm das Finanzressort und wurde zum Parteichef gekürt. Er sitzt auch als Vertreter Brandenburgs im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft. Der Sportlehrer gilt als durchsetzungsstark und kann auch schon mal kräftig gegen den politischen Gegner austeilen. Seine Laufbahn begann Görke 1985 in der DDR-Staatspartei SED, er setzte sie in den Nachfolgeparteien PDS und Linke fort.

  (CDU): Der 47-Jährige gilt als Emporkömmling an der Spitze der Landespolitik: Erst seit 2009 sitzt der Orthopäde im Landtag, im Herbst 2012 übernahm er den Parteivorsitz. Schierack sorgte für neue Einigkeit in der zuvor zerstrittenen brandenburgischen Union. Dort ist er seit seiner Wahl zum Fraktionsvorsitzenden im Februar und dann zum Spitzenkandidaten der starke Mann. Der 47-Jährige will erklärtermaßen Rot/Rot ablösen, vermeidet aber im Wahlkampf die scharfen Töne.

Andreas Büttner
  (FDP): Der 41-jährige Liberale zog 2009 in den Potsdamer Landtag ein, als die FDP nach 15 Jahren wieder die Fünf-Prozent-Hürde übersprungen hatte. Seit 2010 führt er die Fraktion und hofft, dass seine Partei erneut den Wiedereinzug ins Parlament schafft. Der Polizeibeamte und Bildungsexperte ist ein scharfzüngiger Redner: Dies bekam im Landtag zumeist SPD-Bildungsministerin Martina Münch zu spüren, etwa wegen des hohen Unterrichtsausfalls in den Schulen. Büttner bezeichnet sich als gläubigen Mormonen.

  (Grüne): Die brandenburgischen Grünen treten traditionell mit einer Doppelspitze zur Landtagswahl an: Der 58-jährige Diplom-Kaufmann zog 2009 in den Landtag ein und übernahm den Fraktionsvorsitz. Dem aus dem Ruhrgebiet stammenden Gründungsmitglied der Grünen liegt eine nachhaltige Entwicklung der ländlichen Regionen besonders am Herzen. Zu seinen Themen gehört zudem die Aufarbeitung der DDR-Vergangenheit und die Dauerbaustelle Hauptstadtflughafen.

  (Grüne): Die brandenburgischen Grünen treten traditionell mit einer Doppelspitze zur Landtagswahl an: Die 57-jährige Notärztin komplimentiert neben Axel Vogel das diesmalige Zweierteam. Ihre Wurzeln sieht die gebürtige Hessin in der Kommunalpolitik, die Wahlheimat der dreifachen Mutter ist Falkensee. Nonnemacher fällt im Landtag als eifrige Rednerin mit vielen Anfragen auf. Neben Innenpolitik sind ihre Themen Gesundheit und Soziales und der demografische Wandel.

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