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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Deutscher Herbst: Selbstbewusste Anwälte stellten auch Richter infrage

03.04.2017

Stuttgart Was neu war in Prozessen gegen Linke: Die Rolle der Richter wurde infrage gestellt. Berühmt ist die Entgegnung des Kommunarden Fritz Teufel auf eine Zurechtweisung, er sei vor dem Gericht nicht aufgestanden. „Wenn’s der Wahrheitsfindung dient.“ Auch die Anwälte unterschieden sich in ihrer Kleidung kaum von der der Angeklagten. Das passte mit dem Selbstverständnis der Justiz nicht zusammen, die den Anwalt als Person der Rechtspflege betrachtete. Und dann stellten Anwälte wie Otto Schily, später Grünen-Bundestagsabgeordneter und schließlich SPD-Innenminister im Kabinett Schröder, Befangenheitsanträge, pochten auf das Recht der Angeklagten politische Erklärungen abzugeben. Prominente Anwälte waren Klaus Croissant, in dessen Stuttgarter Kanzlei später ein Dutzend Helfer arbeiteten, die später zur RAF gingen: Brigitte Mohnhaupt, Silke Maier-Witt, Siegfried Hauser und Susanne Albrecht. RAF-Mitbegründer Horst Mahler war der Staranwalt der 68er, später war er auch der erste „Abtrünnige“. Anwalt Siegfried Haag ging selbst in den Untergrund, die Anwälte Armin Müller und Armin Newerla transportierten später Kameras und Waffen in die Justizvollzugsanstalt Stammheim. Mit scharfer Zunge setzte sich Otto Schily für seine Mandantin Gudrun Ensslin ein. Er verglich die Bomben auf das US-Hauptquartier 1972 mit einem Angriff auf das Reichssicherheitshauptamt …

Hans Begerow Leitung / Politik/Region
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