Berlin - Plagiatvorwürfe haben in den vergangenen Jahren so manchen Politiker in Bedrängnis gebracht. In drei besonders prominenten Fällen führten sie zu Rücktritten aus wichtigen politischen Ämtern.

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Karl-THeodor zu Guttenberg

Viele Passagen fremder Autoren in der Doktorarbeit des damaligen Verteidigungsministers sorgten im Februar 2011 für Aufsehen. Wenig später erkannte die Universität Bayreuth dem aufstrebenden CSU-Politiker den Titel ab. Nach heftigen Protesten der Opposition und aus der Wissenschaft trat Guttenberg am 1. März 2011 als Minister zurück. Die Uni erklärte in ihrem Abschlussbericht, er habe für seinen 2007 erworbenen Doktortitel vorsätzlich getäuscht.

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Annette Schavan

Wenige Tage nach dem Entzug ihres Doktortitels durch die Universität Düsseldorf trat die damalige, weithin anerkannte Bundesbildungsministerin am 9. Februar 2013 zurück. Die Hochschule war zu dem Ergebnis gekommen, dass die CDU-Politikerin gut 30 Jahre zuvor „systematisch und vorsätzlich über die gesamte Dissertation verteilt gedankliche Leistungen vorgab, die sie in Wirklichkeit nicht selbst erbracht hatte“. Schavans Klage wies das Bundesverwaltungsgericht im März 2014 zurück.

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Silvana Koch-Mehrin

Wegen Plagiatpassagen in ihrer Doktorarbeit entzog die Universität Heidelberg der FDP-Politikerin im Juni 2011 den Titel. Koch-Mehrin war bereits zuvor als FDP-Vorsitzende im Europaparlament und als dessen Vizepräsidentin zurückgetreten. Ihre Klage wies das Verwaltungsgericht Karlsruhe 2013 zurück. Den Antrag auf Berufung lehnte der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg im Jahr danach ab.