ST. PETERSBURG -

und Gerd Reuter

ST. PETERSBURG - Mit Blumen und einer russischen Holzmalerei ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu ihrem Geburtstag am Montag im Kreis der G8-Staaten vom russischen Präsidenten Wladimir Putin beschenkt worden. Der Gastgeber des Gipfels in St. Petersburg spendierte schon vor Beginn der ersten Arbeitssitzung um zehn Uhr ein Glas Sekt für alle.

Auf dem ganzen Gipfel präsentierte sich die Kanzlerin so, als wäre sie schon lange dabei. In der Stadt der russischen Zaren haben Deutschland und die USA nach einer unterkühlten Periode wieder zur Harmonie zurückgefunden. Darüber hinaus scheint Merkel ein gleich gutes Verhältnis zu Washington und Moskau zu pflegen.

In St. Petersburg hatte Merkel wohl einen nicht unwesentlichen Anteil am Zustandekommen einer gemeinsamen Nahost-Erklärung. Die Kanzlerin fungierte zwar nicht als Vermittlerin, ihre „guten Dienste“ erleichterten nach Angaben aus Delegationskreisen aber das Überwinden von Hürden. Merkel ist in der Außenpolitik nach knapp acht Monaten eine feste Größe. Fernab der heimischen Reformstreitereien wirkte Merkel entspannter

als zuletzt.

Sogar als „wichtigste Person auf dem Planeten“, um die Armut zu bekämpfen, bezeichnet die von U2-Bandleader Bono mitgegründete Hilfsorganisation Data die Kanzlerin. Sie sei „die richtige Frau dafür“, so Bono.