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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Todesschütze plante ein Jahr lang seinen Amoklauf

25.07.2016

München Der Amoklauf von Winnenden war sein Vorbild. Am fünften Jahrestag des Breivik-Anschlags in Norwegen setzt er den Plan um. Im Münchner Olympia-Einkaufszentrum feuert der 18 Jahre alte deutsch-iranische Schüler David Ali S. 57 Mal.

Was treibt einen
Menschen zu so einer Tat
?

Es ist die Frage, ob sich je ein klares Motiv findet. Die Polizei zeichnet die klassische Karriere eines Amokläufers nach: Er spielte einschlägige „Ballerspiele“ am Computer. Er las das Buch „Amok im Kopf – Warum Schüler töten“, befasste sich mit anderen Taten. Er litt an psychischen Problemen. Die Ermittler seien dabei, ein Mosaik herzustellen, sagte Oberstaatsanwalt Steinkraus-Koch.

Was hatte der Täter für
psychiatrische Probleme
?

In psychiatrischer Behandlung war er wegen einer Angststörung. Hinzu kam eine depressive Erkrankung. Er habe an sozialen Phobien gelitten. 2015 war er zwei Monate in einer Klinik, danach wurde er ambulant behandelt. Es wurden auch Medikamente bei ihm zuhause gefunden.

Welchen Bezug gibt
es zu Winnenden
?

Auf seiner Kamera fanden Ermittler Fotos von einem Besuch in Winnenden vor einem Jahr. „Er hat die Tatorte fotografiert“, sagte LKA-Präsident Robert Heimberger. 2009 hatte ein 17-Jähriger an seiner Ex-Realschule 15 Menschen und sich selbst getötet.

Gibt es einen Bezug
zu den Breivik-Morden
?

Der Tattag war der fünfte Jahrestag. Am 22. Juli 2011 tötete der rechtsradikale Anders Behring Breivik in Oslo und auf der Insel Utøya 77 Menschen. „Zum einen ist es das Datum, zum anderen das Alter der Opfer“, die den Bezug zu Breivik nahe legten, sagte Polizeipräsident Hubertus Andrä. Wie Breivik hatte der Schüler auch ein Manifest.

Woher hatte der
Amokläufer die Tatwaffe
?

Die halbautomatische Pistole Glock Kaliber 9 Millimeter besorgte er im Darknet. Die Seriennummer war weggeschliffen. 57 Mal hat er abgedrückt. Und er hatte noch 300 Schuss Munition im Rucksack. Ob er ein geübter Schütze war, konnte die Polizei nicht sagen.

Wie hat er über Facebook andere angelockt?

Er bastelte das Facebook-Konto einer jungen Frau nach. „Kommt heute um 16 Uhr ins Meggi am OEZ, ich spendiere euch was“, wird nach Screenshots zitiert. Die verstörende Vermutung: Dass er so zusätzlich junge Menschen zum Schnellrestaurant McDonalds am Olympia-Einkaufszentrum anlocken wollte – auf die er wahllos schoss. „Es ist nicht so, dass die Opfer ausgesucht wurden“, sagte Steinkraus-Koch.

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