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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Olympia: USA warnen Russland vor Terroristen

07.02.2014

Sotschi Terroristen könnten Sprengstoff in Zahnpastatuben per Flugzeug nach Russland transportieren, noch in der Luft zünden oder erst in den Olympiaanlagen. Das hätten jüngste Erkenntnisse der US-Geheimdienste nahegelegt, berichteten US-Medien am Mittwoch unter Berufung auf Regierungsvertreter.

„Das ist die Art Bedrohung, über die wir wirklich besorgt sein sollten“, sagte Peter King, Mitglied in den Ausschüssen für Heimatschutz und Terrorismusbekämpfung. Es gebe wirklichen Anlass zur Sorge, sagte King, der über die Bedrohung informiert wurde, aber keine Details nannte.

Die Warnung erwischt den russischen Vize-Regierungschef Dmitri Kosak kurz vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Sotschi an diesem Freitag kalt. Im Fischt-Stadion an der sonnigen Küste bereiten sich die Gastgeber auf ihre Show des Jahres vor. Mitten in den Proben kommen solche Alarmsignale höchst ungelegen.

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Natürlich betont Kosak vorschriftsmäßig, dass jeder Hinweis auf eine Gefahr ernst genommen werde. Das Eröffnungsfeuerwerk für Olympia an diesem Freitag sei sicher. Putin, der selbst einst den berüchtigten Inlandsgeheimdienst FSB leitete, gilt als Meister in Sachen Sicherheit.

Anschlag angekündigt

„Alle Informationen, die wir haben, sprechen von sicheren Spielen“, sagt Kosak. Allerdings kenne die weltweite Terrorgefahr keine Grenzen. Russen und US-Amerikaner wissen das wie viele andere Länder aus eigener Erfahrung. Anschläge, verübt von Terroristen aus dem russischen Konfliktgebiet Nordkaukasus, die dort für einen unabhängigen islamischen Gottesstaat kämpfen, haben immer wieder auch das Kernland des Riesenreichs erschüttert.

Der auch von den USA gesuchte tschetschenische Top-Terrorist Doku Umarow hatte per Videobotschaft gedroht, die Spiele, „mit allen Mitteln, die Allah erlaubt“, zu verhindern. Schon von daher ist Sotschi in Alarmstimmung. Überall stehen Metalldetektoren, überall kontrollieren Sicherheitskräfte an den Eingängen zu Gebäuden oder Anlagen Taschen. Auch Flüssigkeiten behalten die Uniformierten gern mal ein – Zahnpastatuben bisher aber nicht. Sie konfiszieren allenfalls größere Mengen Wasser oder Kosmetika.

Einige Beobachter halten die US-Warnung vor womöglich mit Sprengstoff gefüllten Zahnpastatuben eher für ein politisches Störmanöver vor dem Start der Winterspiele.

Moskau und Washington haben viele Rechnungen offen. Unter anderem ärgern sich die USA über das russische Asyl für den von amerikanischen Behörden gesuchten Ex-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden. Der US-Bürger hatte die NSA-Spionageaffäre ins Rollen gebracht – und lebt derzeit in Russland an unbekanntem Ort.

„Das Niveau der Sicherheit in Sotschi ist nicht schlechter als in New York, Boston oder Washington“, betont Kosak. Der Seitenhieb ist wiederum deutlich herauszuhören – angesichts der in jenen US-Städten bereits verübten Terroranschläge. Die Russen haben stets betont, dass ein Anschlag wie zuletzt beim Boston-Marathon bei ihnen nicht vorkommen dürfe.

Die Sicherheitsvorkehrungen sind enorm. Zum ersten Mal bei Olympischen Spielen gibt es auch einen Fanpass – so etwas wie ein Einreisevisum in die Olympia-Sicherheitszone. Besucher nur mit Tickets haben also keinen Zugang – jeder Antrag für den zusätzlich nötigen Fanpass wird von den Sicherheitsbehörden bearbeitet. Das System scheint zu funktionieren. Sogar Oppositionelle und Umweltaktivisten beklagen schon, dass sie keinen Zugang bekämen.

Geregelte Zugänge

Auch Autos dürfen nur mit Sondergenehmigungen in der Sicherheitszone fahren. So sollen vor allem Anschläge mit Autobomben oder durch Selbstmordattentäter mit Sprengstoffgürteln verhindert werden. „Im Allgemeinen sind autoritäre Regimes in der Lage, Sicherheit zu gewährleisten. Manchmal sogar besser als demokratische“, sagt die Moskauer Politologin Lilija Schewzowa. Sie meint, dass Demokratien mehr Rücksicht auf persönliche Freiheiten nehmen müssten. Allerdings, darauf verweisen Anti-Terror-Experten, gebe es die völlige Sicherheit ohnehin nicht.

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