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NWZonline.de Nachrichten Politik Hintergrund

Viel Neues auf dem „Grünen Hügel“

23.07.2009

BAYREUTH Fast täglich zeigt der „Festspiel-Podcast“ der Bayreuther Festspiele Schnipsel aus dem Betrieb rund um den Grünen Hügel. Da erfährt man, wie der „Schrubb-Trupp“ der Putzfrauen das Festspielhaus reinigt, nach welcher Systematik die Blumen im Park gepflanzt werden oder wie Dirigent Peter Schneider dem Orchester die Feinheiten der „Tristan“-Partitur nahebringt. In der virtuellen Welt sind die Richard-Wagner-Festspiele, die am 25. Juli mit der Oper „Tristan und Isolde“ eröffnet werden, längst angekommen. Und auch sonst gibt es in der ersten Spielzeit der neuen Festspielleiterinnen Katharina Wagner (31) und Eva Wagner-Pasquier (64) so manche Neuerung.

Erstmals Kinderoper

So präsentieren die Festspiele erstmals ein Werk Richard Wagners speziell für Kinder. Dafür wurde extra eine Kinderfassung von „Der fliegende Holländer“ erarbeitet. Premiere ist am 25. Juli noch vor der Festspieleröffnung, dirigieren wird sie Christoph Ulrich Meier. Insgesamt gibt es bis zum 2. August zehn Vorstellungen, die allesamt binnen kürzester Zeit ausgebucht waren. Neu sind auch Einführungsvorträge zu den einzelnen Inszenierungen.

Die Programmhefte, bisher eher schwere Wälzer mit langatmigen Abhandlungen für Wagner-Experten, wurden ebenfalls neu gestaltet und sollen sich künftig mehr auf die Inszenierungen beziehen.

Bereits zum zweiten Mal nach 2008 steht eine Live-Übertragung auf dem Programm: Am 9. August werden Tristan und Isolde nicht nur vor knapp 2000 Besuchern im Festspielhaus die „Nacht der Liebe“ besingen, sondern auch vor vielen Tausenden Zuhörern beim Public Viewing auf dem Bayreuther Festplatz. „Ein neuer 3D-Raumklang sorgt auch im Freien für ein grandioses Raumerlebnis, das alle Sinne anspricht“, versprechen die Initiatoren in einer Mitteilung. Auch im Internet kann das Drama um die wohl bekanntesten Liebenden der Opernliteratur per Livestream mitverfolgt werden.

Ein weiteres Novum scheint den Festspielchefinnen dagegen erspart zu bleiben: Ein Streik der Bühnenarbeiter dürfte in letzter Minute abgewendet worden sein. Kurzfristig werden noch die Einzelheiten eines Tarifvertrags ausgehandelt.

Keine Neuinszenierungen

Die Festspiele stecken also mitten im Umbruch – künstlerisch allerdings gönnt sich das Festival in diesem Jahr eine Atempause: Es gibt keine Neuinszenierung. Der Spielplan umfasst lediglich Wiederaufnahmen. Wie immer wird zur Eröffnung geballte Prominenz auf dem „Grünen Hügel“ erwartet, an der Spitze Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), eine treue Bayreuth-Besucherin seit Jahren. Was sie dann sieht, dürfte ihr aber bekannt vorkommen: Die „Tristan“-Inszenierung von Christoph Marthaler stammt bereits aus dem Jahr 2005. In den Titelrollen sind Robert Dean Smith und Irene Theorin zu hören.

Nicht mehr ganz taufrisch ist auch die aktuelle Inszenierung von „Der Ring des Nibelungen“. Die Deutung von Tankred Dorst wird seit 2006 gespielt. Es dirigiert wieder Christian Thielemann. „Die Meistersinger von Nürnberg“ in der Inszenierung von Katharina Wagner – Dirigent: Sebastian Weigle – gehen mit einigen Umbesetzungen ins dritte Jahr. Die „Parsifal“-Inszenierung aus dem Jahr 2008 von Stefan Herheim (Dirigent: Daniele Gatti) rundet den Spielplan ab.

www.bayreuther-festspiele.de

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