Hannover - Der Kriminologe Christian Pfeiffer (68, Bild) sieht den Wettskandal mit „großer Sorge“. Mit dem steigenden Marktwert des Fußballs, nehme auch die Betrugsgefahr zu, sagte Pfeiffer dieser Zeitung. Immer mehr Menschen beteiligten sich wegen der großen Gewinnspannen an den Wetten, erklärte der Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN). „Da ist zu viel Geld im Spiel.“ Für Pfeiffer sind die Wettbetrüger aber naiv, wenn sie glauben, nicht erwischt zu werden. „ Es ist eine Fehleinschätzung, das so etwas nicht herauskommt.“ Manipulationen von Spielen seien relativ schnell zu erkennen. „Das ist nur eine Frage der Kapazitäten bei den Ermittlern“, so Pfeiffer. Er könne sich aber wegen der hohen Gehälter keine Manipulationen von Bundesliga-Spielen vorstellen. Das sei eher in der 2. oder 3. Liga anzutreffen.
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