Um die Klimaschutzziele zu erreichen, bringen Unionspolitiker eine Rückkehr der Atomenergie ins Gespräch. Ein realistisches Szenario?
SinnEs wird nicht anders gehen. Man kann nicht gleichzeitig aus der Kohle und der Atomenergie aussteigen – und dann mit dem Umstieg auf Elektroautos den Stromverbrauch massiv erhöhen. Das kann nicht gelingen. Wir kommen um eine CO
Für Atomenergie gibt es aber aktuell weder eine politische noch eine gesellschaftliche Mehrheit…
SinnEs gilt der alte Grundsatz: Einsicht oder Erfahrung. Man hätte es sich vorher überlegen und auf den Atomausstieg verzichten sollen. Jetzt wird man sich damit eine blutige Nase holen. So wird man die Klimaziele nicht erreichen und auch keine Energiesicherheit. Spätestens in zehn Jahren werden die Menschen erkennen, dass das nicht klappt. Wegen der Abschaltung der Atomkraftwerke kann Deutschland sein Klimaziel für 2020 nicht erreichen, geschweige denn jenes für 2030. Diese Einsicht wird sich verbreiten, auch unter den Grünen. Je früher die Grünen ihren Denkfehler korrigieren, desto größer ist ihre Chance, die schon in wenigen Jahren einsetzende Desillusionierung der Bevölkerung politisch zu überleben.
Kritiker beklagen, das Klimaschutzpaket der Bundesregierung sei sozial unausgewogen. Eine berechtigte Sorge?
SinnNein, denn Reiche fahren größere Autos. Doch ist das Paket regional unausgewogen. Es wird vor allem die Menschen auf dem Land mit erheblichen zusätzlichen Steuern und Abgaben belasten. Diese Menschen sind auf ihre Autos angewiesen. Es droht ein Konflikt zwischen Stadt und Land, denn die die Politik begünstigt die Städter. Klimaschutzmaßnahmen wie die Verteuerung von Benzin und Diesel sind im Übrigen völlig wirkungslos. Wenn Deutschland weniger Öl importiert, bleibt das Öl deshalb nicht in der Erde. Es wird zu fallenden Weltmarktpreisen nur in andere Länder verkauft und dann dort verbrannt. Vermutlich extrahieren die Scheichs bei fallenden Preisen sogar noch mehr, weil sie ja ihren Hofstaat finanzieren müssen. Dann steigt der CO
