DELMENHORST - DELMENHORST - Einen ganzen Tag lang Runde für Runde im Kreis laufen – was für viele Menschen kaum vorstellbar ist, haben rund 300 Anhänger des so genannten Ultramarathons am Wochenende in Delmenhorst mit Begeisterung absolviert. Der zweite 24-Stunden-Burginsellauf war am Sonnabend um 14 Uhr von Werder-Profi Pekka Lagerblohm gestartet worden. Am Sonntagnachmittag hatten alle Teilnehmer wohlbehalten die Ziellinie erreicht: Es gab keine Verletzten, freute sich Dr. Johann Böhmann, Chefarzt der Kinderklinik und Initiator der sportlichen Benefiz-Veranstaltung, bei der etwa 3000 Euro für den Verein „Gesundheit im Kindesalter“ (GiK) zusammengekommen sind.
Neben den 28 Teams, bei denen sich bis zu zehn Aktive auf dem knapp 1500 Meter langen Rundkurs über die Burginsel abwechselten, gab es auch 17 Hobby-Läufer, die auf sich allein gestellt einen ganzen Tag lang unterwegs waren. Zum ersten Mal einen solchen 24-Stunden-Lauf absolvierte Lothar Wagner aus Rheine. Er war am Ende zwar erschöpft, aber sehr zufrieden. „Im nächsten Jahr bin ich wieder dabei. Das war eine tolle Sache“, sagte Wagner, nachdem er 125 Kilometer hinter sich gebracht hatte – ohne Schlaf, lediglich mit kurzen Pausen zum Verschnaufen und zum Essen.
Mit dem Pensum war Wagner in der Klasse der 50- bis 55-Jährigen Spitze. Den Gesamtsieg holte sich indes der 15 Jahre jüngere Jens Vieler aus Hagen, der 189,27 Kilometer absolvierte. Stärkstes Team war das „Print-Projekt“, für das Hobby-Boxer liefen. Sie schafften 353 Kilometer.
