HOLDORF - „Halali“ und Hörnerklang sind am Sonntag auf dem Reiterhof von Peter Wernke in Holdorf-Handorf erklungen. 600 Jagdhornbläser hatten sich zum 27. Bezirkstreffen eingefunden. Eingeladen hatte die Jagdhornbläsergruppe Holdorf, die ihr 50-jähriges Bestehen feierte.
Holdorfs Bläserobmann Josef Oevermann und Bezirksbläserobmann Harro Frerichs begrüßten neben 38 Bläsergruppen viele Ehrengäste, die in Grußworten die Bedeutung des Jagdhornblasens als kulturelles Gut unterstrichen. Franz-Josef Holzenkamp, hiesiger CDU-Bundestagabgeordneter und Schirmherr des Treffens, machte deutlich, dass 50 Jahre Vereins- und Gruppenarbeit in der Jagdhornbläsergruppe einen wertvollen Beitrag zum Erhalt und der Weiterentwicklung des jagdlichen Brauchtums und des kulturellen Lebens bedeute. Dr. Christiane Kuthe, Bläserobfrau der Landesjägerschaft, betonte, dass Traditionspflege nicht „Anbetung der Asche“ heiße: Neues sei auszuprobieren und Bekanntes weiterzuentwickeln.
Mit Jagdsignalen wie „Aufbruch zur Jagd“, „Reh tot“ oder „Zum Essen“, aber auch mit Märschen, Fanfaren und Musikstücken stellten die Bläsergruppen ihr Können unter Beweis. Auch der Nachwuchs bewies sich eindrucksvoll.
„Ein Familienfest, wo sich Jagdhornbläser, Freunde, Bekannte und Interessierte treffen“: So bezeichnete Georg Nieske, Vorsitzender der Kreisjägerschaft, das Bezirksbläsertreffen. Dass es ein Familienfest wurde, dafür hatten die Mitglieder der Jagdhornbläsergruppe Holdorf und die Hegeringmitglieder gesorgt. Ein buntes Rahmenprogramm mit Kinderaktionen wie Ponyreiten, Hüpfburg und Bastelaktionen, Informationsstände des Naturschutzbundes, der Jägerschaft und des Landvolkverbandes sorgten für Abwechslung.
Das 50-jährige Bestehen hatten die Jagdhornbläser Holdorf bereits am Sonnabend mit einem „Grünen Abend“ gefeiert. Besonders geehrt wurde Norbert gr. Schlarmann, der mehr als 25 Jahre die Jagdhornbläsergruppe geleitet hatte.
