Blomberg - In der Nacht von Samstag auf Sonntag ist es ruhig in Blomberg in der Gemeinde Holtriem. Auch Eike Lenz schläft in seiner Doppelhaushälfte in einem Neubaugebiet. Nur seine Hündin Muffin ist unruhig. Sie läuft nervös durch das Haus, springt auf und ab, bis ihr Herrchen aufwacht. „Ich hab mich erstmal gefragt, was mit dem Hund los ist. Ich dachte sie muss vielleicht raus“, erzählt der 31-Jährige. Doch als er mit Muffin zur Tür geht, sieht er, dass sein Carport am Haus bereites in Vollbrand steht.
Eike Lenz wählt den Notruf und geht mit Muffin vor die Tür, wartet bis die Rettungskräfte eintreffen. Noch bevor die ersten Feuerwehrleute ankommen, brennen Teile des Dachstuhls.
Schaden im sechsstelligen Bereich
„Sie ist die ganze Zeit nicht von meiner Seite gewichen und war total nervös“, sagt Lenz über Muffin. Erst als bei seinen Nachbarn die Tür geöffnet wurde, ist Muffin geflüchtet und hat sich im benachbarten Haus versteckt. Eike Lenz weiß: Ohne die Hündin wäre das wahrscheinlich nicht so gut ausgegangen. Bei dem Feuer in der Nacht zu Sonntag wurde niemand verletzt. Nach ersten Schätzungen entstand jedoch ein Schaden im mittleren sechsstelligen Bereich. „Das Haus meiner Nachbarin ist zum Glück nicht so stark beschädigt. Ihre Hälfte soll zuerst wieder in Ordnung gebracht werden“, sagt Lenz.
Hund bei Schwiegereltern untergebracht
Er lebt normalerweise mit seiner Verlobten, der Hündin Muffin und vier Zwergpapageien in der Doppelhaushälfte. „Meine Verlobte ist gerade in der Meisterschule in Essen. Die hat das ganze Ausmaß also noch gar nicht live gesehen“. Dennoch hatte Eike Lenz Glück im Unglück. Nicht nur, dass seine Hündin ihm vermutlich das Leben gerettet hat, auch drei der vier Zwergpapageien konnten von der Feuerwehr noch nach mehreren Stunden aus dem Haus gerettet werden. Eike Lenz ist jetzt bei seinen Eltern untergekommen, Hündin Muffin bei den Eltern seiner Verlobten. „Bei meinen Eltern leben schon zwei Hunde, das wäre zu viel Trubel gewesen. Bei meinen Schwiegereltern kann Muffin erstmal zur Ruhe kommen. Sie war auch am Tag nach dem Brand noch sehr aufgeregt“, erklärt Lenz der von Beruf Gärtner ist. Er sei wirklich froh, dass er sich so auf sein Tier verlassen kann und so Schlimmeres verhindert werden konnte. Die Brandursache ist unklar – ebenso wann Lenz in sein Haus zurück kann.
