NENNDORF - Kräftemessen war am Sonnabend beim traditionellen Tauziehen des KBV 'Freesenmoot' Nenndorf gleich in mehrfacher Hinsicht angesagt. Während die teilnehmenden Teams ihre Gegner bezwingen wollten, kämpften die Organisatoren gegen die Folgen des Unwetters – und behielten die Oberhand. Mit zwei Tauchpumpen legten die Männer des KBV das Gelände an der Nenndorfer Mühle nach dem sintflutartigen Regenguss trocken, sodass Tauziehen und Party wie geplant stattfinden konnten.
Allerdings machten sich die Auswirkungen des Gewitters durch geringe Teilnehmer- und Besucherzahlen doch bemerkbar. Jeweils nur vier Teams traten bei Männern und Frauen an. Die Aktiven ließen sich die Laune aber keinesfalls vermiesen. Denn schließlich ging es in erster Linie um den Spaß an der Sache Bei den Frauen gab es in sportlicher Hinsicht keine Überraschungen. Die 'United Moorladys' aus Moordorf haben in Ostfriesland offenbar keine ernsthafte Konkurrenz. Seit zwei Jahren sind die Moordorferinnen bei Wettkämpfen nicht besiegt worden. Und auch in Nenndorf stellten sie die Gegnerinnen in den Schatten. Zum dritten Mal in Folge belegten sie Platz eins und durften damit den großen Siegerpokal endgültig behalten. Auf Platz zwei kamen die 'Frölü van’ Kerls' aus Eversmeer vor 'volle Power' aus Tannenhausen und den Neulingen des PSC Westerholt.
Bei den Männern gab es einen Wechsel auf dem Siegerpodest. Die 'Kerls van’t Moor' aus Eversmeer gewannen alle drei Einzelbegegnungen und wurden damit die diesjährigen Pokalgewinner. Die Favoriten von 'Mean Machine' aus Moordorf waren nicht angetreten. Sie hatten zu viele Verletzte in ihren Reihen zu beklagen. Den zweiten Platz eroberte sich das 'Betreuerteam' aus Großheide. Ihnen folgte auf Rang drei die 'Gummibärenbande' aus Eversmeer, eine ganz junge Nachwuchstruppe. Den letzten Platz belegte die Feuerwehr Westerholt-Nenndorf und quittierte dies mit dem lautesten Jubel.
Auch wenn die Runde der Teilnehmer und Zuschauer in diesem Jahr kleiner war, die Stimmung war trotzdem prächtig. Die Musik, die DJ Albert Gerdes auflegte, brachte die Leute auf die Tanzfläche und ließ sie bis spät in die Nacht feiern.
