WESTERHOLT - 'Kostenlos! Ruhig! Spitze!' heißt es in einer Internetbewertung des Wohnmobilstellplatzes auf dem Schützenplatz in Westerholt. Und diese positive Rückmeldung spricht für sich. Denn eigentlich sieht der Stellplatz noch gar nicht so aus, wie ihn sich Samtgemeindebürgermeister Gerhard Dirks und die Mitglieder des Schützenvereins Westerholt wünschen – die Pflasterung fehlt. Aber seit vergangenem Freitag liegt nun die Genehmigung des Landkreises Wittmund für die geplante Befestigung der Stellplätze vor.

Bisher sind im hinteren Teil des Schützenplatzes sechs Stellplätze – manche sogar mit mehr als acht Metern Tiefe – auf einer Rasenfläche. Eine Entsorgung- und Frischwasserstation gibt es bereits. Für die Pflasterung der Wohnmobilstellplätze seien 56 000 Euro im Haushalt für 2014 veranschlagt, wie Samtgemeindebürgermeister Gerhard Dirks im Gespräch mit dem HARLINGER berichtete. Davon sind 53 000 Euro ein Zuschuss vom Land Niedersachsen, der bereits bewilligt wurde. 'Deswegen hat das ganze Verfahren auch so lange gedauert', sagte Dirks.

Neben der Befestigung der Stellplätze sollen auch Stromversorgungssäulen aufgestellt werden. 'Wir haben es dem Schützenverein zu verdanken, dass wir den Wohnmobilstellplatz räumlich so verändern können', betonte der Samtgemeindebürgermeister. Denn was die meisten vergessen: Der Schützenplatz ist Eigentum des Schützenvereins.

Die Verwaltung hofft darauf, dass der Wohnmobilstellplatz durch seine zentrale Lage so gut angenommen wird, wie in Blomberg. Lärmbelästigung gibt es in Westerholt nicht, da der Stellplatz im hinteren Teil des Schützenplatzes liegt und nur über die Norder Straße mit dem Auto zu erreichen ist. 'Viele Wohnmobilisten sind darauf bedacht, ihre Ruhe zu haben', sagte Heinz Cuno, Vorsitzender des Schützenvereins. Auch wenn es auf dem Platz selbst ruhig ist, können die Besucher von dort aus alles schnell erreichen: Supermarkt, Bäcker, Apotheke.

Wann genau mit den Bauarbeiten begonnen wird und wann alles fertig ist, darüber konnte Gerhard Dirks noch keine genauen Aussagen treffen: 'Erstmal müssen die Haushaltsplanungen durch sein. Ende März wissen wir mehr.' Sicher ist aber: Die Bauarbeiten sollen die Veranstaltungen auf dem Schützenplatz nicht behindern. Voraussichtlich werde der Stellplatz aber zum Juli oder August fertig, so Dirks.