VAREL - Die Gastgeber hatten zunächst Probleme mit den Varelern. Doch dann stellte sich der OHV immer besser auf das Kalafut-Team ein.

Von August Hobbie

VAREL - Nur für eine Halbzeit hielten die Zweitliga-Handballer der HSG Varel im Derby beim OHV Aurich mit. Nachdem die Friesländer zur Pause noch mit 16:15 geführt hatten, gingen sie in der zweiten Hälfte unter und verloren deutlich mit 23:30. „Wir haben mit zunehmender Spieldauer immer weniger Tore aus dem Rückraum erzielen können, das war der Knackpunkt“, resümierte Varels Sportleiter Hartmut Behrens. Die Ostfriesen hatten sich nach der Pause auf den Vareler Thomas Lammers eingestellt, der insgesamt sieben Tore für die HSG erzielte.

Vor mehr als 1000 Zuschauern kamen die Auricher zu einer schnellen 4:1-Führung. Doch dann „ordnete“ Varels Trainer Peter Kalafut seine Deckung neu. Mit Erfolg, denn die Gäste kamen immer besser ins Spiel. Thomas Lammers war im Rückraum der überragende Akteur. Mit einer 16:15-Führung für die Friesländer ging es in die Kabine.

Die Pause nutzte Aurichs Coach Wolfgang Ladwig, um seine Abwehr besser auf die Angriffe der Vareler einzustellen. Lammers wurde nun enger gedeckt, und im Angriff präsentierten sich die Auricher jetzt sehr treffsicher. Dank der Paraden von OHV-Keeper Vitali Feshchanka zogen die Gastgeber über 22:20 auf 27:21 davon. Bei den Gästen überzeugten der Ex-Vareler Jan-Philip Willgerodt, Frank Carstens, Sergey Toma und Peter Voszar.

Von einem „verdienten Sieg“ sprach Hartmut Behrens: „Wir konnten zwar 40 Minuten mithalten, doch letztlich hat sich größere Qualität durchgesetzt.“ Aurich habe von den Fehlern der HSG profitiert „Wir waren in der Breite sicherlich besser besetzt“, sagte Jan-Philip-Willgerodt: „Wir haben in der zweiten Halbzeit in der Defensive gute Arbeit geleistet und konnten mächtig Tempo machen.“ Das sei schließlich entscheidend für den Sieg gewesen.

OHV Aurich: Feshchanka (19/2 Paraden), Rigterink – Arends (1), Carstens (4), Willgerodt (6/3), Henriksson (3), Warnecke (3), Behrens (5), Toma (2), Voszar (3), Kieselhorst (2), Arndt (1).

HSG Varel: Dannigkeit (9), Winkler (2) – Schützmann (1), Mihai (1), Brecht (2), Lammers (7), Weihrauch (3), Janßen, Jano (4/1), Rudolphi, Kràlik, Vorontsov (4), Koring (1).