Jerez De La Frontera - Sportchef Jens Todt (47) vom Fußball-Bundesligisten Hamburger SV hatte angekündigt, das „Fehlverhalten“ des streikenden Brasilianers Walace „angemessen ahnden“ zu wollen – nun steht das Strafmaß offenbar fest. Der 22-Jährige muss nach Informationen der „Bild“-Zeitung 50 000 Euro zahlen, weil er seinen Weihnachtsurlaub unerlaubt verlängerte und am Neujahrstag nicht mit den Hamburgern ins Trainingslager nach Jerez de la Frontera (Spanien) geflogen war.
„Walace hat uns im Vorfeld über seine Entscheidung wegen eines privaten Problems kontaktiert. Wir haben dies nicht akzeptiert und sind mit ihm und seinem Berater in Kontakt“, hatte Todt gesagt: „Wir erwarten ihn in den nächsten Tagen im Trainingslager.“ Der Mittelfeldspieler soll mit einem Wechsel in seine Heimat liebäugeln. Atletico Mineiro aus Belo Horizonte, Flamengo Rio de Janeiro und Palmeiras aus Sao Paulo gelten als Interessenten.
Derweil kündigte Todt an, die im Sommer auslaufenden Verträge mit Dennis Diekmeier und Gotoku Sakai verlängern zu wollen. „Beide haben Angebote von uns erhalten, und wir haben mit ihnen und ihren Beratern besprochen, dass wir die Gespräche schon in Jerez fortsetzen möchten“, betonte Todt. Das große Talent Jann-Fiete Arp will er über 2019 hinaus an den HSV binden. Todt: „Bei ihm war die Verabredung, ihn bis Jahresende in Ruhe zu lassen. Auch bei ihm werden wir noch im Januar Gespräche beginnen.“
