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Politik „Ich muss die Welt nicht verändern“


Wenn es die Zeit zulässt, dreht Henning Struthoff gerne mal eine Runde mit Tochter Lina auf ihrem Pony Momo. 
Spiralke

Wenn es die Zeit zulässt, dreht Henning Struthoff gerne mal eine Runde mit Tochter Lina auf ihrem Pony Momo.

Spiralke

ALTMOORHAUSEN - „Ich muss die Welt nicht verändern“, sagt Henning Struthoff, „aber die Entwicklung in Altmoorhausen, Hemmelsberg und Hurrel habe ich schon genau im Auge“. Der 42-jährige Parteilose wurde von der CDU für den Rat aufgestellt und prompt gewählt. „Mit der hohen Anzahl an Stimmen habe ich nicht gerechnet“, freut sich der Straßenwärter. Das Wahlergebnis zeige ihm ganz klar, dass es Menschen gebe, die sich von ihm vertreten fühlen wollen und das nehme er auch ernst.

Politisch interessiert sei er schon immer gewesen, erzählt der Vater einer viereinhalbjährigen Tochter. Als die CDU dann auf ihn zugekommen sei, habe er sich gerne aufstellen lassen. Parteilos sei er, weil er keiner Partei zu 100 Prozent zustimmen könne, viele der Ansichten der CDU könne er aber teilen. „Einen Beitritt schließe ich nicht aus, aber ich muss für mich persönlich nicht unbedingt beitreten“, erklärt Struthoff.

Politik keine Belastung

Henning Struthoff ist gebürtiger Altmoorhauser. 1996 hat er den Hof seiner Eltern, auf dem er auch geboren wurde, übernommen. Mit seiner Lebenspartnerin Corina Nachtigal (38) und Tochter Lina lebt er dort unter anderem zusammen mit vier Pferden und einem Pony.

2001 baute Struthoff den Hof dann so um, dass er, neben seinem Hauptberuf bei der Straßenmeisterei in Delmenhorst, rund 300 Schweine im Nebenerwerb unterhält und auch 24 Hektar Ackerfläche bestellt. „Das ist schon eine Menge Arbeit“, gibt der 42-Jährige zu, der die Aufgaben alleine bewältigt. Zeit für die Politik habe er aber trotzdem, „die Politik macht mir Spaß und ist keine Belastung für mich“, sagt Struthoff.

Für Struthoff, der seit vielen Jahren Mitglied der Feuerwehr in Altmoorhausen ist, ist es wichtig, für Hurrel, Altmoorhausen und Hemmelsberg „eine Stimme und ein Ohr im Rat zu haben“. So könne auch verhindert werden, „dass man abgehängt wird“.

Wichtige Themen seien für ihn besonders die Dorferneuerung – „da haben wir den ersten Schritt mit der Busumsteigefläche schon geschafft, das Thema wird uns die nächsten sieben Jahre aber noch viel beschäftigen“ – und die wirtschaftliche und bauliche Entwicklung sowie die Wegeunterhaltung.

Struthoff ist besonders die Rücksprache und der Austausch mit den Bewohnern der drei Ortschaften wichtig: „Ich möchte auch Themen, die sich im Laufe der Zeit ergeben, aufgreifen und dabei als Ansprechpartner ständig erreichbar sein“, betont er.

Miteinander ist wichtig

Wichtig sei ihm auch die Zusammenarbeit mit den Mitgliedern der anderen Parteien: „Das Miteinander und die zielorientierte Zusammenarbeit sind wichtig!“.

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