ARNAGE/HUDE - „Es lebe Hude! Es lebe Arnage! Es lebe das Europa der Völker“ – so ließ Didier Nardeux, Präsident des Partnerschaftskomitees von Arnage, die Partnerschaft zwischen dem Klosterort und der französischen Gemeinde hochleben, die mit ihrem 25-jährigen Bestehen ins „Erwachsenenalter“ gekommen sei. Bei der offiziellen Feier in der Festhalle von Arnage betonten die Redner aller Delegationen, wie bedeutsam die gelebte Partnerschaft auf der kommunalen Ebene für ein lebendiges Europa ist. „Es ist sehr wichtig, dass insbesondere junge Menschen in den Austausch einbezogen werden. Unsere Jugend wird das Zusammenwachsen der Nationen fördern und zum gegenseitigen Verständnis beitragen“, erklärte Marlies Pape. Sie überbrachte als Vertreterin von Bürgermeister Axel Jahnz, der aus familiären Gründen verhindert war, die Grüße aus Hude. Jahnz gratulierte per Videobotschaft zum 25. Geburtstag der Partnerschaft.

Als Symbol für die weiterhin wachsende Verbindung zwischen Hude und Arnage überreichten Marlies Pape und Fachbereichsleiter Uwe Schubert dem Bürgermeister von Arnage, André Langevin, die Skulptur „Wachsende Stadt“. Sie wurde vom Huder Künstler Wolf E. Schultz aus dem 40 Jahre alten Holz eines Tulpenbaums aus Hude gefertigt. Langevin übergab der Huder Delegation im Gegenzug eine Nachbildung des „L’Eolienne Bollée“, einer windbetriebenen Wasserpumpe, die 1868 in Arnage erbaut wurde. Er erinnerte an die Leistung der damaligen Bürgermeister Guy Gautier und Hartmut Stöver, die die Partnerschaft 1983 initiierten und mit ihrem Engagement lebendig hielten. Beide bekamen genauso wie Uwe Schubert und andere um die Partnerschaft verdiente Menschen eine Medaille überreicht.

Auch die Delegationen aus Kröpelin, Sirnitz und Fiume Veneto überbrachten ihre Glückwünsche. Sie dankten, wie auch alle Huder Teilnehmer, für die sehr herzliche Aufnahme in den französischen Familien. Bei einem gemeinsamen Abendessen bot sich Franzosen, Östereichern und Deutschen die Gelegenheit, die Kontakte und Freundschaften zu vertiefen.

Bereits am Freitag waren die Huder bei der Einweihung des Platzes Europa dabei. Gemeinsam mit Bürgermeister André Langevin zerschnitt Marlies Pape das Band zur Eröffnung und enthüllte mit ihm auch die Ehrentafel. Mehrere Hundert Menschen verfolgten die Zeremonie. Musikalisch wurde die Eröffnung von 80 Musikern des Jugendorchesters und der Musikschule untermalt, die zur Begrüßung die Europahymne spielten.

Auf dem Wochenmarkt am Sonnabendmorgen bot sich den Teilnehmern die Gelegenheit, französische Spezialitäten kennen zu lernen. Am gemeinsamen Stand der Delegationen aus Hude, Sirnitz und Fiume Veneto wurde Huder Moortrunk und Grappa ausgeschenkt. Am Sonntag gab es ein Chorkonzert des mitgereisten Langenberger Singkreises und ein gemeinsames Picknick an der Sarthe, bevor die erste Hälfte der Huder Delegation am Abend den Rückweg nach Deutschland antrat. Für die andere Hälfte wurde ein gemeinsames Sehen des EM-Finales Deutschland gegen Spanien organisiert, bevor auch für sie am Montag die Heimreise auf dem Programm stand.