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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Hude

„Auch andere machen einen tollen Job“

28.11.2012

Hude Der Kulturverein „Impuls“ kann auch in den nächsten drei Jahren mit einer Finanzspritze der Gemeinde in Höhe von jeweils 10 000 Euro rechnen. Eine entsprechende Verlängerung der Förderung hat der Sozialausschuss am Montagabend mit Stimmen aus SPD und CDU mehrheitlich empfohlen. Dafür waren die Sozialdemokraten Nico Rettcher und Hermann Dunkler-Gronwald sowie das CDU-Trio Friedrich Schnabel, Arne Wachtendorf und Henning Struthoff. Die SPD-Ratsfrauen Anke Paradies und Ulrike Janz-Janzen, die drei Ausschussmitglieder der Grünen sowie Freidemokrat Dieter Dalle enthielten sich. Gerit Menkens (CDU) stimmte als Einziger mit Nein – er hatte zuvor für eine zweijährige Verlängerung plädiert.

Mit dem Votum setzte sich der Ausschuss über die Beschlussempfehlung der Gemeindeverwaltung hinweg. Die hatte vorgeschlagen, den Zuschuss für „Impuls“ auf das nächste Jahr zu begrenzen und in 2013 über die Förderung der Kulturarbeit neu zu beraten und zu entscheiden. „Die Kulturlandschaft hat sich in den vergangenen Jahren erheblich verbreitert. Auch andere möchten mit im Boot sein“, sagte Bürgermeister Axel Jahnz. Als Beispiele führte die Verwaltung den Verein Pro Musica Activa, der die Celtic Days organisiert, die Konzertreihen „Hude live“ und „Afterwork Session“ sowie die Lesungen in der Remise an, die allesamt auf ehrenamtlicher Basis arbeiten und bislang nicht von der Gemeinde bezuschusst werden.

Erfolgsmodell „Impuls“

SPD-Ratsherr Nico Rettcher sah hingegen keinen Anlass, am „Erfolgsmodell Impuls“ etwas zu verändern. Seit 1997 hat der Verein die gemeindliche Kulturarbeit übernommen. Um wie bisher ein Jahresprogramm mit dem Klostersommer als Höhepunkt zu organisieren, sei Planungssicherheit notwendig, die mit einer nur einjährigen Förderung gefährdet werde. „Es hat keine Kritik und keine Fehlgriffe im Programm gegeben – warum also etwas ändern?“, fragte sich Rettcher.

Auch die CDU zeigte sich „verwundert“ über die Beschlussvorlage aus dem Rathaus. „Impuls stemmt hervorragende Projekte, die sich von der Massenunterhaltung absetzen“, lobte Christdemokrat Friedrich Schnabel. „Wo ist bei Veranstaltungen, die aus eigenem Antrieb der Initiatoren entstanden sind, der Zuschussbedarf?“, wollte Schnabel wissen.

„Geben Sie mir 5000 Euro“

Ulrike Janz-Janzen (SPD) betonte, es gehe nicht darum, „Impuls“ zu beschneiden. „Aber es gibt auch andere, die einen tollen Job machen.“ So stimmte der Ausschuss dem zweiten Teil des Verwaltungsvorschlags, über die Förderung der Kulturarbeit im nächsten Jahr grundsätzlich zu beraten, dann doch zu. Dabei gelte es, darüber nachzudenken, ob die Förderung für andere Bereiche erhöht werden kann, so SPD-Ratsherr Hermann Dunkler-Gronwald. „Geben Sie mir 5000 Euro und dann machen wir das“, forderte Bürgermeister Axel Jahnz die Ausschussmitglieder auf, allerdings stellte niemand einen solchen Antrag.

Christdemokrat Friedrich Schnabel hat schon eine andere Summe im Visier: „Die 1500 Euro, die für Ausstellungen in der Wassermühle eingeplant sind, könnte man anders verteilen.“

Stephan Onnen
Redakteur
Redaktion Oldenburg
Tel:
0441 9988 2114

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