Hude - Alle drei Bewerber wollen das Beste für Hude. Am Sonntag, 25. Mai, sind die wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, darüber abzustimmen, wem sie es am ehesten Zutrauen, den Klosterort für eine Amtszeit von sieben Jahren als Bürgermeister zu repräsentieren und die Verwaltung als Nachfolger bzw. Nachfolgerin von Axel Jahnz zu leiten.

Mit Uta Rose (42) und Frank Müller (40) bewerben sich zwei Huder als parteilose und unabhängige Kandidaten. Holger Lebedinzew (54) kommt von außerhalb. Er tritt ebenfalls als parteiloser Einzelbewerber an, unterstützt von den Huder Ratsparteien SPD, CDU, Bündnis 90/Die Grünen, FDP und Freie Wähler.

Am Mittwochabend hat der Huder Wahlausschuss für die Bürgermeisterwahl alle drei Bewerbungen zugelassen.

Der Wahlkampf geht jetzt in die heiße Phase. Holger Lebedinzew und Uta Rose haben sich schon bei mehreren Veranstaltungen von Vereinen und Verbänden auch gemeinsam vorgestellt. Frank Müller, der kurz vor Toresschluss seine Bewerbung abgab, ist am vergangenen Donnerstag dazugestoßen.

Wer am Ende Bürgermeister bzw. Bürgermeisterin von Hude wird, entscheiden die Wählerinnen und Wähler. Sollte keiner der drei Bewerber am 25. Mai mehr als die Hälfte der abgegebenen gültigen Stimmen erhalten, gibt es drei Wochen später, am Sonntag, 15. Juni 2014, eine Stichwahl. Die Stichwahl findet laut Gesetz zwischen den beiden Personen statt, die bei der Wahl die meisten Stimmen erhalten haben.

Die NWZ -Redaktion startet an diesem Donnerstag mit einer Serie, in der die drei Kandidaten jeweils in direkter Gegenüberstellung Fragen zu ihrer Person und zu Huder Themen beantworten werden.

Die erste Frage lautet: Was qualifiziert Sie für das Amt des Huder Bürgermeisters?

Holger Lebedinzew: „Das Amt des Bürgermeisters ist sehr anspruchsvoll. Als Chef der gesamten Verwaltung ist er verantwortlich für über 100 Beschäftigte. Zudem repräsentiert er die Gemeinde nach innen und außen.

Ich verfüge über die hierfür erforderliche Erfahrung und Kompetenz. Mit der Befähigung für den höheren allgemeinen Verwaltungsdienst arbeite ich seit 12 Jahren in der öffentlichen Verwaltung, davon fünf Jahre als Leiter der Wirtschafts- und Tourismusförderung beim Landkreis Osterholz.

Seit sieben Jahren bin ich allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters der Gemeinde Worpswede, und bis heute verantwortlich für Schulen und Kindergärten, Wirtschaft und Tourismus, Personal und Finanzen sowie Soziales und Sport. Davor war ich als Diplom-Betriebswirt 16 Jahre in der freien Wirtschaft tätig, davon 8 Jahre als geschäftsführender Gesellschafter eines Straßenbauunternehmens.

Als verheirateter Vater zweier erwachsener Kinder kenne ich die Bedürfnisse der Menschen in einer familienfreundlichen Gemeinde. Kurzum, ich bringe also das Kapitänspatent mit, das Hude auch weiterhin auf Kurs hält.“

Uta Rose: „Da ich schon immer in Hude lebe, liegen mir die Gemeinde und ihre weitere positive Entwicklung sehr am Herzen.

Für Hudes Zukunft möchte ich mich mit vollem Engagement einsetzen.

Viele Huder Themen habe ich in all den Jahren mitbegleitet. Durch mein großes Netzwerk kenne ich unterschiedliche Meinungen zu vielen dieser Themen.

Diese vielfältigen Standpunkte möchte ich gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern, den Parteien und der Gemeindeverwaltung angehen und zusammen konstruktive Lösungen finden, die die Zustimmung möglichst vieler Huderinnen und Huder finden. Das bedeutet für mich Demokratie.

Durch viel ehrenamtliches Engagement habe ich schon einiges in der Gemeinde Hude mitgestalten können und möchte dies nun mit voller Kraft machen.

Neben der Unabhängigkeit von den Parteien sehe ich meine Stärke in der Neutralität. Ich bin es gewohnt, Probleme lösungsorientiert anzugehen – kombiniert mit der Neutralität sehe ich hier meinen Vorteil, dass ich neue Lösungswege suchen und auch gehen werde.“

Frank Müller: „Ich wohne und lebe mit meiner Familie mit einer kurzen Unterbrechung seit rund 40 Jahren in unserer Gemeinde.

Daher sind mir Land und Leute, sowie die Stärken und Anliegen der Huder Bürger, der Vereine, wie auch der Wirtschaft bekannt.

Da ich als Polizeibeamter selber aus einer Behörde komme, sind mir entsprechende behördliche Organisationsstrukturen vertraut.

Der Umgang mit Gesetzen und Kommentierungen, sowie Erlassen, ist mir aus dem dienstlichen Alltag bekannt.

In meiner jetzigen Tätigkeit am Bremer Flughafen obliegt mir zeitweise die Dienst- und Fachaufsicht über beliehene Mitarbeiter.

Auch meine Tätigkeit als Lehrkraft/Trainer zum Beispiel im Themenfeld „soziale Kompetenz“ ist sehr hilfreich, um zwischen den einzelnen Fraktionen im Huder Rat und anderen Interessengruppen zu vermitteln. Dadurch können erfolgreiche und bürgernahe Kompromisse zum Wohle der Gemeinde Hude erzielt werden.

Es wäre daher auch ein großer Vorteil, als parteiloser sowie unabhängiger Bürgermeister zur Lösung Huder Anliegen beitragen zu können.“

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude