Hude - Für die Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Hude am 25. Mai liegt eine dritte Bewerbung vor: Frank Müller aus Hude wirft kurz vor der am Montag endenden Bewerbungsfrist seinen Hut als parteiloser und unabhängiger Kandidat in den Ring.

195 Unterstützungsunterschriften hat Müller für seine Bewerbung gesammelt. Der 40-jährige Beamte bei der Bundespolizei arbeitet derzeit auf dem Flughafen in Bremen.

Müller ist verheiratet und hat drei Kinder. Er ist in Hude aufgewachsen und zur Schule gegangen.

„Ich möchte, dass Transparenz ins Rathaus einzieht“, sagt der Kandidat. Müller traut sich aufgrund seiner beruflichen Qualifikation zu, eine Gemeindeverwaltung zu führen und die Gemeinde zu repräsentieren. Er hat sich bei der Bundespolizei als Trainer zum Ausbau sozialer Kompetenzen fortgebildet, um Mitarbeiter zu schulen.

„Organisationsstrukturen sind mir bekannt“, so Müller. Er sei mit Gesetzen vertraut, könne diese lesen und damit umgehen.

Das Gemeindeoberhaupt sollte aus Hude kommen und sich hier auskennen, so Müller. Parteilos und unabhängig – das ist für ihn außerdem ganz wichtig. Neutralität sei ein wirklicher Vorteil, sagt der Kandidat. „Ich passe auch nicht in ein Parteibuch“, sagt er: „Ich bin für klare Worte.“ Fraktionszwang gehe mit ihm definitiv nicht, weil das oft die zielgerichtete Arbeit behindere. Er traue sich aber zu, auf die Fraktionen zuzugehen und zu vermitteln.

Müller sagt, dass er mit vielen Sachen in der Gemeindepolitik nicht einverstanden sei. Auch die gemeinsame Auswahl eines Kandidaten durch die Ratsparteien habe ihn gestört und ihn dazu bewogen, selber zu kandidieren.

Die Gemeinde Hude hat laut Müller ein großes Potenzial im Bereich Gewerbe und Wohnen. Er bedauert, dass die Gemeinde zum Beispiel die alte Verzinkerei seinerzeit nicht erworben hat, um das Areal mittelständischen Betrieben als Gewerbepark zur Verfügung zu stellen.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude