Hude - Als Sofortmaßnahme hat die Gemeinde Hude als Pächterin einen Bauzaun um die Klosterruine stellen lassen, um Menschen durch herabfallende Mauerfragmente nicht zu gefährden. „Jetzt haben wir es abgesichert, jetzt fangen wir an“, sagte Bürgermeister Holger Lebedinzew am Donnerstag.
Es müsse nun ein geeignetes Büro gefunden werden, dass auf Grundlage des Inspektionsberichtes des Monumentendienstes Kosten für eine grundlegende Instandsetzung der Ruine ermittele. Und dann müsse geschaut werden, wie das zu finanzieren sei, auch mit Hilfe von Bund und Land. Es werde viele Monate dauern, wenn nicht Jahre.
Der hässliche Bauzaun aber, der könnte vielleicht früher fallen und durch einen dem Denkmal gerechten, dauerhaften Zaun ersetzt werden. Denn es seien sich alle einig, dass es dauerhaft eine Absicherung gegen unbefugtes Betreten der Ruine geben müsse, so Lebedinzew. Zum Schutz der Menschen, aber auch zum Schutz des alten Gemäuers, sollen nur noch begleitete Führungen mit Zugang durch das Museum der Klosterfreunde möglich sein.
Die Huder Klosterruine ist eines der wenigen nationalen Baudenkmäler im Nordwesten. Die Reste des ehemaligen Zisterzienserklosters haben eine Strahlkraft weit über das Oldenburger Land hinaus. Das machte Hermann Schiefer, Berater der Monumentendienstes und ehemaliger Landesdenkmalpfleger, am Donnerstag deutlich.
„Ruinensicherung bedeutet Restaurierung“, so Schiefer. Der provisorische Bauzaun sei nicht schön, führe aber den dringenden Handlungsbedarf vor Augen.
