HEMMELSBERG - HEMMELSBERG/FJ - Der neunjährige Jasper hält den Hammer fest in beiden Händen und schaut konzentriert auf das Metallrohr. Dann lässt Günther Krey eine Aluminiumkugel durch das Rohr sausen, und Jasper versucht, sie zu treffen. „Das ist ganz schön schwierig“, meint der Junge nach einem Fehlschlag und probiert es gleich noch einmal – mit Erfolg.
Jasper ist eines von rund 70 Kindern, die am vergangenen Sonnabend der Einladung des Schützenvereins Hemmelsberg-Altmoorhausen gefolgt sind. „Wir veranstalten heute zum ersten Mal ein Spiel ohne Grenzen“, berichtet Vorsitzender Erwin Meyer auf dem Freigelände hinter dem Schützenhof. Mehr als 20 Jahre lang hatte der Verein anlässlich des Ferienpasses der Gemeinde Hude eine Fahrradtour angeboten, ins Leben gerufen unter Meyers Vorgänger Heino Wiedau. Mit dem Spiel ohne Grenzen betritt der Schützenverein nun erfolgreich Neuland: „Das ist ein Neuversuch, und wir sind erstaunt, dass sich 70 Kinder gemeldet haben“, freut sich Schützen-Chef Meyer, der an diesem Nachmittag emsig zwischen den elf Stationen hin und her eilt.
An der Torwand, am Nagelbalken oder beim Schießen mit dem Lasergewehr müssen sich die Steppkes beweisen. Letzteres zeigt, dass das Spiel ohne Grenzen für den Verein auch ein Stück Nachwuchsarbeit ist. „Wir hoffen natürlich, den ein oder anderen vom Schützenwesen zu überzeugen“, sagt Meyer und berichtet über die aktive Jugendgruppe des Vereins, die zurzeit etwa 20 Mitglieder zählt.
15 Helfer sorgen für einen reibungslosen Ablauf der Ferienpassaktion, an der beim Schützenverein Kinder im Alter von im Durchschnitt acht bis zehn Jahren teilnehmen. Beim Dosenwerfen steht gerade Lars aus Wüsting in der ersten Reihe. Eine Blechbüchse lässt der Elfjährige stehen, aber: „Einen Preis habe ich trotzdem bekommen.“
So steht denn auch der Spaß im Vordergrund des Spiels ohne Grenzen. Damit keiner der Teilnehmer leer ausgeht, bekommen am Ende alle Kinder eine Medaille überreicht. Damit nach den witzigen Spielen niemand mit leerem Magen nach Hause gehen muss, grillen die Schützen Würstchen für alle Starter und servieren erfrischende Getränke.
Bei den Kindern kommt das gut an. „Mir gefällt es hier gut“, erzählt die zwölfjährige Laura aus Hude. Für den Vereinsvorsitzenden Meyer steht bei so viel Lob schon fest: „Das sollten wir nächstes Jahr wieder anbieten.“
