Hude - Große Betroffenheit hat in Hude der Tod von Wolfram Hartrampf ausgelöst, der am 1. Weihnachtstag nach schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren verstorben ist (die NWZ berichtete). Bürgermeister Axel Jahnz würdigte Wolfram Hartrampf als „überragende Persönlichkeit“: „Er wird mir sehr fehlen – als Type und Tippgeber.“ Jahnz hob Hartrampfs ausgleichendes Wirken als SPD-Ratsherr hervor: „Er war ein Mensch ohne Vorurteile, der auf alle zugegangen ist. Seine Meinung war bei allen anerkannt.“ Hartrampfs Tod sei ein herber Verlust für die Gemeinde.
Ähnlich äußerte sich SPD-Fraktionschef Heiko Aschenbeck: „Sein Tod reißt eine große Lücke.“ Hartrampf habe Brücken bauen und andere motivieren können, sei absolut authentisch und konsequent in der Umsetzung gewesen. Durch sein Engagement für Schüler, das weit über den normalen Unterricht hinaus gegangen sei, und seinen Einsatz für Afrika sei er ein Sozialpolitiker im besten Sinne gewesen.
Seit 1996 hatte Wolfram Hartrampf ein Ratsmandat für die SPD inne gehabt. 2011 war er trotz des Wissens um seine Krankheit noch einmal angetreten und hatte 415 Stimmen bekommen – ein Beleg für seine Beliebtheit. Nachrücker für den Rat wäre bei der SPD der 20-jährige Student Paul Konertz. „Die Nachfolge werden wir im neuen Jahr klären“, kündigte Aschenbeck an.
Trauer herrscht auch in der Kirchengemeinde Hude: Hartrampf war zwölf Jahre lang Mitglied im Gemeindekirchenrat gewesen und hatte als Beauftragter für ökumenische Partnerschaft gewirkt. Für die Kirchengemeinde hatte er den Kontakt zur Partnergemeinde Lassa-Houdé in Togo organisiert und die Unterstützung des Kinderhauses „Frieda“ in Lomé koordiniert.
Die Trauerfeier findet an diesem Freitag ab 10 Uhr in der St.-Elisabeth-Kirche statt.
