HUDE - Pflegebedürftige Menschen brauchen auch an Weihnachten ihre Medikamente und Betreuung, Unfälle bleiben wegen des Festes nicht automatisch aus. Deshalb sind auch an den Feiertagen Haupt- und Ehrenamtliche vom Deutschen Roten Kreuz (DRK), Ärzte, Polizisten und das Personal in Pflegeeinrichtungen im Einsatz.

Traditionell besucht Bürgermeister Axel Jahnz am 24. Dezember diejenigen, die in Hude Dienst haben. Jahnz überreichte in diesem Jahr den Belegschaften von Polizei und DRK sowie dem Pflegepersonal im Seniorenzentrum eine Aufmerksamkeit. „Es ist eine kleine Geste“, so der Bürgermeister. Sein Dank gelte allen, die an Weihnachten im Einsatz sind.

Seit 1998 macht Axel Jahnz jedes Jahr am Vormittag des Heiligen Abends seine Besuchstour. Dabei werden die Wege kürzer: Neben der Polizei befindet sich auch schon die DRK-Rettungswache beim Rathaus, die Feuerwehr kommt Anfang nächsten Jahres hinzu. „Verwaltung, Polizei, DRK und Feuerwehr bilden eine Schaltzentrale mit kurzen Wegen“, so Jahnz. Der Bürgermeister betonte, dass ein solches „Rettungszentrum“ wie in Hude beinahe einmalig sei.

Gemeinsam mit Jahnz überreichte Günter Bartels beim DRK und dem Seniorenzentrum am Sonnentau Präsentkörbe mit weihnachtlichen Leckereien. Bartels wünschte den Helfern wenig Einsätze und dass sie immer heil nach Hause kommen. „Die Rettungsstandorte Hude und Ganderkesee sollen erhalten bleiben“, so Bartels.

Für die Rotkreuzler war es das zweite Weihnachtsfest in der neuen Wache. Fünf Helfer verbrachten dort den Heiligabend. „Gott sei Dank haben wir neue Räume“, freute sich Rettungsassistent Michael Fritschi. Auch er lobte das „optimale Rettungszentrum“ in Hude. Feuerwehr und DRK finde man häufig zusammen, aber er habe sie noch nie in Kombination mit der Polizei und Verwaltung an einem Ort gesehen.

Beim DRK übernehmen zu Weihnachten Hauptamtliche und Ehrenamtliche eine 24-Stunden-Schicht. „Bei der Auswahl der Leute wird darauf geachtet, dass diejenigen mit Kindern zu Weihnachten frei haben“, erklärt Michael Fritschi. Er hat sich freiwillig gemeldet. „Ich mag Dienst an Feiertagen“, so Fritschi. „Und lieber arbeite ich Weihnachten als Silvester.“