HUDE - Die Skaterbahn für Skater und BMX-Fahrer auf dem Gelände der Peter Ustinov-Schule am Huder Bach sorgte am Montag im Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales und Sicherheit in Hude für einige Diskussionen. Auf Antrag der CDU war das Thema nachträglich auf die Tagesordnung genommen worden.
Ratsmitglied Friedrich Schnabel (CDU) bemängelte den Zustand der Skaterbahn. Die Betonplatte, die Anfang August gegossen worden war, weise erhebliche Mängel auf: „Risse im Beton und großflächige Ausbrüche“, meinte Schnabel. Mitte August habe er deswegen ein Schreiben an die Verwaltung geschickt, aber nie eine Antwort darauf erhalten, so Schnabel am Montag im Ausschuss. Er bezweifele, dass die Betonplatte nach den „anerkannten Regeln der Technik“ hergestellt worden sei und den DIN-Richtlinien für Skateranlagen entspräche.
Er befürchte, dass die mangelhafte Anlage durch Wasser, das in die Risse eindringen könne und so auch durch Frost beschädigt werden könnte. Schnabel stellte den Antrag, die Betonfläche von einem Fachingenieur prüfen zu lassen, unter anderem auch auf die DIN-Normen für Skateranlagen.
Der zuständige Fachdienstleiter Uwe Schubert betonte, dass der jetzige Zustand nicht der Endzustand sei. „Es waren Mängel da“, gab er zu. Diese seien aber bereits behoben und die Aufträge für die restlichen Nacharbeiten – auch für die Pflasterarbeiten um die Anlage – seien schon erteilt worden. Außerdem hätte die Verwaltung für die Betonplatte eine zehnjährige Garantie zugesichert bekommen. „Wir haben einen engen finanziellen Rahmen, da ist es nur bedingt möglich, Qualitäten zu erstellen“, sagte Schubert. Die DIN-Normen seien seiner Kenntnis nach nicht eingehalten worden, „wir haben aber auch keine Skaterbahn ausgeschrieben, sondern eine Betonplatte“, betonte der Fachbereichsleiter. Außerdem sei die Anlage eine reine Freizeitanlage und keine Wettkampfanlage, so Schubert.
Für den Antrag von Friedrich Schnabel stimmte auch Wolfgang Hartrampf (SPD), der stellvertretend für die Schulleitung der Oberschule sprach und die Skaterbahn nicht funktionsfähig nannte: „Die Betonplatte müsste eigentlich erneuert werden“. Auch Marlies Pape (FDP) unterstützte den Antrag.
Anke Paradies (SPD) konnte die Diskussion nicht nachvollziehen und stimmte gegen den Antrag: „Ich kann nicht beurteilen, ob es bauliche Mängel an der Anlage gibt“.
Ob dem Antrag zur Prüfung der Anlage stattgegeben wird, muss nun der Verwaltungsausschuss entscheiden.
