HUDE - HUDE/ROH - „Wir sollten die Chance nutzen, um zum nächsten Kindergartenjahr die Situation zu entschärfen“, sagte der Huder Bürgermeister Axel Jahnz in der Sitzung des Gemeindeentwicklungsausschusses des Rats der Gemeinde Hude. Die Chance ergriffen die Ausschussmitglieder: Sie beschlossen einstimmig, für den Bau einer Verkehrsinsel in der Ortseinfahrt von Altmoorhausen finanzielle Mittel in Höhe von 15 000 bis 17 000 Euro außerplanmäßig in den laufenden Haushalt einzustellen.

Bereits seit vielen Jahren stellt die Ortseinfahrt aus Richtung Autobahn 28 ein Problem dar, denn oftmals fahren Pkws und Schwerlastverkehr mit zu hoher Geschwindigkeit in den Ort hinein. Nicht nur der direkt hinter dem Ortseingangsschild gelegene Kindergarten werde von der Verkehrsinsel profitieren: „Das ist für den ganzen Ort eine positive Entwicklung“, betonte Kindergartenleiterin Jutta Onkes auf NWZ -Nachfrage. Die geplante zwei Meter breite Verkehrsinsel soll voraussichtlich vor dem Schweersweg auf der Dorfstraße angelegt werden. Bei unveränderter Fahrbahnbreite von insgesamt 7,50 Meter soll die in den Ort führende Spur nach rechts verschwenkt werden, damit die Fahrer vom Gas gehen. Die zuvor diskutierte Alternative einer Querungshilfe wurde verworfen, da die vom Land geforderten Zahlen nicht erreicht werden und es damit die Kosten nicht übernimmt. 600 Pkw (beide Fahrtrichtungen) in der Stunde hätten die Dorfstraße passieren müssen. „Wir haben in 20 Minuten rund 280 Pkws

gezählt“, berichtet Werner Haverkamp (CDU) in der Ausschusssitzung.

Zur Finanzierung sollen nicht benötigte Mittel aus dem Friedhofswesen umgewidmet werden, stellte Jahnz in Aussicht. Der Verwaltungsausschuss wird darüber kommende Woche beraten.