NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Hude

Bildung In Hude: Spannende Technik mit Max und Mia erkunden

19.10.2018

Hude Max und Mia sind im Dschungel unterwegs. Sie brauchen dringend eine Abkühlung. Und deshalb wollen sie einen Ventilator bauen. Wie das geht – und wie dieser sich am Ende sogar mit einem Bewegungssensor steuern lässt – können Kinder in einem Lernprogramm von Lego am Computer erfahren. „Wir haben ganz schön lange herumprobiert, um das mit dem Sensor hinzubekommen“, erzählten die Schüler Paul und Laurin stolz. Aber sie haben es geschafft. Die beiden Schüler der Grundschule Hude Süd haben in einer Arbeitsgemeinschaft schon mal mit dem System experimentieren dürfen.

Der Ventilator ist nur eines von vielen spannenden Forschungsprojekten. Auch Roboter lassen sich zum Beispiel bauen und programmieren, damit sie bestimmte Aufgaben erledigen. Ganz praktisch und kindgerecht erarbeiten die Schüler bei dem Konzept „WeDo“ Modelllösungen, die einen ganz konkreten Bezug zum richtigen Leben haben. Naturwissenschaftliche, biologische und technische Themen sind so leicht zu verstehen. Und die Schüler können die selbst gebauten Modelle mit einer einfachen Programmiersprache sogar zum Leben erwecken, wie Konrektor Meene Wilts erklärte.

In diesen Tagen wurde den Sponsoren, die die Anschaffung der modernen Unterrichtsmaterialien finanziert haben, in der Grundschule Hude Süd gedankt für die große Unterstützung.

Das Lego-System kommt in den dritten und vierten Klassen zum Einsatz. Rektorin Birte Kempers freut sich, dass das jetzt endlich möglich ist, nachdem die Schule lange Zeit ganz auf den Einsatz von Computern verzichten musste, weil der PC-Raum aufgelöst worden war.

Mittlerweile hat die Gemeinde aber immerhin 15 moderne Ultrabooks als mobilen Ersatz zur Verfügung gestellt, mit denen jetzt auch solche Lernprogramme genutzt werden können.

Spielerisch sollen die Kinder schon ab dem ersten Schuljahr mit dem Programmieren vertraut gemacht werden. Für die Jüngsten ist das zum Beispiel mit „Cubetto“ möglich, einem kleinen Holzroboter, der die Kinder an das Programmieren heranführt. Schülerin Jule zeigte den Besuchern, wie das funktioniert, wenn man dem Roboter auf einem Spielteppich mit Hilfe einer Programmieroberfläche sagt, wo es langgehen soll. Die Programmierfläche ist mit dem Roboter über Bluetooth kabellos verbunden.

Angeschafft wurde auch der Prozessor „Calliope“, der mit einer grafischen Programmiersprache den Kindern den einfachen Einstieg in die Programmierung ermöglicht. Insgesamt 2200 Euro haben die Materialien gekostet, mit denen die Schüler die Technik- und Computerwelt sowie die Naturwissenschaften erkunden können.

Entsprechende Lehrerfortbildungen, die von den Kolleginnen und Kollegen besucht werden, sorgen dafür, dass die Schülerinnen und Schüler bei ihren Experimenten gut angeleitet werden. Die Nutzung der modernen Materialien und der mobilen Computer soll nach und nach weiter ausgebaut werden. „Das ist erst der Anfang“, so Birte Kempers. Sie hofft dringend, dass es bald Möglichkeiten gibt, dass mehr Computer in den Grundschulen zur Verfügung gestellt werden können.

Im neuen Lehrplan für den Sachunterricht in Niedersachsen spielt technisches Lernen in der Grundschule eine große Rolle.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
Rufen Sie mich an:
04408 9988 2721
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.