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Dicke Brocken stehen noch bevor

STEPHAN ONNEN

HUDE - In ihren Erläuterungen zum Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2009 wird die Gemeindeverwaltung nicht müde, die Finanzlage als „angespannt“ und „kritisch“ zu bezeichnen. Von weiterhin „größter Sparsamkeit“ und „kaum vertretbaren Kürzungen“ ist da die Rede.

Die mahnenden Worte verfehlten ihre Wirkung nicht: Während der ersten Lesung des Etatentwurfes und des Investitionsprogramms im Finanzausschuss am Montag blieben Anträge aus Reihen der Politik aus. Stattdessen wurden zwei Stunden lang unter dem Vorsitz von Marlies Pape (FDP) Zahlenkolonnen gewälzt.

Dabei wurde allerdings auch deutlich, dass es der Gemeinde Hude finanziell besser geht als in den Jahren zuvor: So steigt das Volumen des Etats, der ausgeglichen ist und ohne Kreditaufnahme auskommt, insgesamt auf 20,97 Millionen Euro – das ist nach den Haushaltsjahren 1997 und 1998 der dritthöchste Stand in der Finanzgeschichte der Gemeinde.

Die Einnahmesituation hat sich überaus erfreulich entwickelt: Die Verwaltung rechnet mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 4,54 Millionen Euro (vor einem Jahr wurde noch mit 3,6 Mio. Euro kalkuliert). Der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer klettert auf 4,77 Mio. Euro. An Erlösen aus dem Verkauf von Gewerbegrundstücken sollen 1,1 Millionen Euro fließen.

Um den Haushaltsausgleich zu schaffen, mussten erneut aber auch einige Investitionen weiter hinausgeschoben werden, verdeutlichte der Allgemeine Vertreter des Bürgermeisters, Wolfgang Martens. Dazu zählen die Ausgaben für die ins Jahr 2012 gedrückte Fenstersanierung an der Grundschule Hude-Süd (280 000 Euro) und die ebenfalls erst für 2012 geplante Dachsanierung im Rathaus-Altbau. Mit der Fassaden-Sanierung an der Peter-Ustinov-Schule (1,85 Millionen Euro) in den Jahren 2010 bis 2012 und der Hallenbad-Sanierung (980 000 Euro) von 2009 bis 2012 stehen der Gemeinde noch dicke Brocken bevor.

Trotzdem soll die Verschuldung bis Ende 2012 mindestens wieder auf den niedrigen Stand des Jahres 2000 (4,37 Mio. Euro) zurückgeführt werden, als die Kläranlage und Kanalanlagen an den OOWV verkauft wurden. Ende 2009 wird die Gemeinde voraussichtlich mit 5,2 Mio. Euro in der Kreide stehen – das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 331,09 Euro.

Woher das Geld kommt und wohin es fließt

Der Verwaltungshaushalt

umfasst unter anderem laufende wiederkehrende Kosten (zum Beispiel für Energieversorgung, Versicherungsbeiträge und Personalausgaben). Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von 16,4 Millionen Euro – so hoch wie noch nie zuvor in Hude.

Größte Einnahmequellen sind

die Gewerbesteuer mit 4.54 Millionen Euro,

der Gemeindeanteil an der Einkommensteuer (4,77 Millionen Euro),

die Grundsteuer B (1,87 Millionen Euro).

Größte Ausgabeposten sind

die Personalkosten (5,07 Millionen Euro),

die Kreisumlage (4,5 Millionen Euro),

die Unterhaltung von Grundstücken und baulichen Anlagen (545 000 Euro),

die Unterhaltung des sonstigen unbeweglichen Vermögens (421 600 Euro),

die Bewirtschaftung von Grundstücken und baulichen Anlagen (984 600 Euro).

Der Vermögenshaushalt

enthält die vermögenswirksamen Einnahmen und Ausgaben wie Baumaßnahmen oder Straßenerschließungen. Im Vermögenshaushalt spiegeln sich also die Investitionen der Gemeinde wider. Der Vermögensetat hat eine Höhe von 4,5 Millionen Euro – und liegt damit um 2,1 Millionen Euro über dem Ansatz des Vorjahres.

Die größten Brocken bei den Investitionen:

Erwerb von Wohnbau- und Gewerbeflächen (490 000 Euro),

Energie-/Sanierungsmaßnahmen (360 000 Euro),

Erster Sanierungsabschnitt Hallenbad (280 000 Euro)

Löschfahrzeug für die Feuerwehr Altmoorhausen (160 000 Euro)

Dachsanierung Peter-Ustinov-Schule, Außenstelle Hohelucht (140 000 Euro)

Neue Heizungsanlage Grundschule Jägerstraße (120 000 Euro)

Ausbau der Kreuzung

K 226/Hohe Straße/Burgstraße (140 000 Euro).

Zughalt in Wüsting (140 000 Euro)

Erschließungsstraßen (u. a. Gewerbegebiet Altmoorhausen II 100 000 Euro, Baugebiet Wüsting 189 000 Euro, Lessingstraße 150 000 Euro),

Verbunddorferneuerung Hasbruch (100 000 Euro).

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