HUDE - HUDE/SO - Peter Burgdorf, Vorsitzender des FC Hude und am Donnerstagabend Teilnehmer der Veranstaltung mit Sportwissenschaftler Prof. Dr. Gunter Pilz im Rathaus (siehe obigen Bericht), war auch gestern noch aufgebracht: „Sehr verärgert“ haben ihn Aussagen des Gastes aus Hannover, wonach viele jugendliche Spieler in Fußballvereinen den Alkoholeinstieg finden. Pilz hatte von Beispielen berichtet, denen zufolge in der C-Jugend bereits eine Kiste Bier nach den Spielen konsumiert wird. „So etwas gibt es bei uns nicht“, entrüstete sich Burgdorf, der stolz darauf ist, dass 28 Jugendteams beim FC Hude Fußball spielen. Zudem sieht der Vereinsvorsitzende von Pilz, der eine bessere Trainerausbildung für erforderlich hält, auch die Arbeit der ehrenamtlichen Betreuer herabgewürdigt. „Weltfremd“ sei der Vortrag des Wissenschaftlers gewesen, schimpfte Burgdorf.
Pilz wollte seine Ausführungen indes nicht als Kritik verstanden wissen. Er warb für ein Netzwerk zwischen Übungsleitern in Vereinen einerseits sowie Erziehern und Sozialarbeitern der Träger der Jugendsozialarbeit andererseits.
Bürgermeister Axel Jahnz hat dem Vortrag „sehr wenig Impulse, die uns in Hude voranbringen könnten“, entnommen: „Ich hatte mir mehr erhofft“ – Anregungen, wie Schulstätten für sportliche Aktivitäten auch außerhalb der Unterrichtszeit zu öffnen, würden in Hude längst umgesetzt. Immerhin, so Jahnz, sei deutlich geworden, wie wichtig Sport ist: „Und das ist gut so.“
