HUDE - HUDE/ROH - Ohne weitere klärende Gespräche und eine nachvollziehbare Wirtschaftlichkeitsbetrachtung werde die Huder CDU-Ratsfraktion die Zustimmung zur geplanten Strohvergaseranlage verweigern, kündigt die Fraktion in einer Presseerklärung an.
Die Huder Verwaltung will für den Gebäudekomplex der Feuerwehr, des Rathauses und des Deutschen Roten Kreuzes eine solche Anlage für 370 000 Euro realisieren (die NWZ berichtete). Da nur spezielles Stroh verbrannt werden darf, müssten die dazu erforderlichen Mengen aus einer Entfernung von bis zu 300 Kilometern angefahren werden, erläutert die CDU. Spätestens hier stelle sich die Frage nach dem ökologischen Wert. Weiterhin bestünden Zweifel über die nach Ansicht der CDU „sehr niedrigen“ Kosten von 6800 Euro für Kauf, Transport, Beschickung und Reinigung der Anlage. Die vorgelegte Wirtschaftlichkeitsberechnung für die Anlage zieht sie ebenfalls in Zweifel. Die Amortisationszeit von neun Jahren beziehe sich auf die Mehrkosten dieser Anlage (200 000 Euro) gegenüber einer konventionellen Heizungsanlage, so die CDU. Weiterhin kritisiert die Fraktion, dass in den Ausschüssen ausschließlich Strohvergaseranlagen zur Entscheidung gestellt wurden. „Offensichtlich sollte hier nur
etwas durchgewunken werden“, heißt es. Die CDU befürwortet, das Gebäude der Feuerwehr mit einer kostengünstigeren Kombination aus Erdwärmepumpe und Brennwertheizkessel zu beheizen. „Sollte der Bürgermeister 200 000 Euro über haben, sollten diese in Wärmeschutzmaßnahmen des Rathauses investiert werden“, fordert die CDU und betont: „Wir unterstützen eine Energiewende“. Sie müsse allerdings „nachhaltig, wirtschaftlich und bezahlbar“ sein.
