HUDE - Auf dem Dach eines öffentlichen Gebäudes in Hude soll eine große Solaranlage installiert werden – welcher Standort dafür in Frage kommt, lässt die Gemeindeverwaltung derzeit prüfen, berichtete Bürgermeister Axel Jahnz auf Anfrage der NWZ . Ziel ist es, eine konkrete Fläche zu benennen, die auf einer Bürgerversammlung präsentiert werden soll. Diese Versammlung will Jahnz noch vor der politischen Sommerpause einberufen. Zuvor trifft er sich Mitte Juni mit Antragssteller Horst Linnemann (CDU), Vertretern der Volksbank Ganderkesee-Hude und dem Geschäftsführer der Solarinitiative Ganderkesee, Ralf Eilers, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Ganderkeseer Solar-Projekts und des Huder Vorhabens auszuloten.
Sich Anregungen aus der Nachbargemeinde zu holen, macht Sinn: In Ganderkesee wurde die erste Bürger-Solaranlage auf dem Dach der Realschule installiert. „Und auch die Volksbank ist bereit, uns mit ihrem Know-how zur Seite zu stehen“, so Jahnz.
Die Liberale Bürgervertretung für Hude (LBfH) mahnt derweil zur Eile: Fraktionschef Kurt Bisanz setzt sich in einer Pressemitteilung dafür ein, dieses Projekt – ob als GbR oder als Genossenschaft – baldmöglichst in Hude umzusetzen, da die Einspeisevergütung abnehme und damit die Rendite sinke. „Schneller als schnell geht nicht“, entgegnet Bürgermeister Axel Jahnz. Er verweist darauf, dass die „Haupteinspeisezeit“ erst im März/April beginne, so dass das Projekt bis dahin „gut und professionell“ umgesetzt werden könne, ohne etwas zu verschenken. Um schnell auf das erforderliche Investitionskapital in Höhe von rund 150 000 Euro für eine 30-kWp-Anlage – kWp steht für Kilowatt-Peak (Spitzenleistung) – zu kommen, schlägt Bisanz vor, über einen Zwischenkredit nachzudenken.
Die Verwaltung hat die Fraktionen gebeten, für die Bildung eines Solar-Initiativkreises Vertreter zu benennen. Für die LBfH sollen Anke Horstmann-Werpup und Peter Strauß in dem Gremium mitwirken, teilte Kurt Bisanz mit.
