HUDE - Kleine Gemeinden bilden das Fundament für Europa – darin waren sich die Teilnehmer der EU-Konferenz im Huder Rathaus einig. An diesem Fundament wurde in den vergangenen drei Tagen konstruktiv gearbeitet: Vertreter aus Arnage (Frankreich), Fiume Veneto (Italien), Nowe Miasto Lubawskie (Polen), Albeck-Sirnitz (Österreich), Salcininkai (Litauen) und Kröpelin (Mecklenburg-Vorpommern) tauschten Erfahrungen aus, sprachen über EU-Fördermöglichkeiten und Jugendprojekte. „Es waren spannende und phantastische Tage“, resümierte Bürgermeister Axel Jahnz. So eine Tagung habe es in der Region noch nicht gegeben. Fiumes stellvertretender Bürgermeister Francisco Beninca pflichtete ihm bei: „Ich habe hier europäische Luft geschnuppert und es genossen.“ Auch das Zwischenmenschliche kam nicht zu kurz: „Ich habe neue Freunde gefunden“, sagte Leonhard Talmond, Landrat aus Salcininkai.

Die Teilnehmer stimmten in ihrem Fazit darüber überein, dass der Informationsaustausch gelungen sei. „Europa wird nicht von Regierungen gebildet, sondern von den Einwohnern. Wir versuchen, die Rahmenbedingungen zu schaffen, um möglichst viele Bürger einzubeziehen“, sagte Jahnz.

Das soll in 2008 stärker denn je passieren: „Das wird das Jahr der Begegnungen“, ist Fachbereichsleiter Uwe Schubert überzeugt. So wurden bereits vier Termine verabredet, an denen sich die beteiligten Kommunen wiedersehen wollen: die Feier zum 25-jährigen Bestehen der Huder Partnerschaft mit Arnage im Juni, das Kulturprojekt „Holzstraße“ in Sirnitz im Juli, die Mini-Olympiade in Nowe Miasto im August und die Messe Fiumettopolix in Fiume Veneto im September.

Die Teilnehmer werden Hude als guten Gastgeber in Erinnerung behalten – dafür sorgt auch das Abschiedsgeschenk: Die Delegationsmitglieder nahmen gerahmte und von Michael Stephan fotografierte Bilder der Klosterruine als Geschenk mit nach Hause.