HUDE - Weg von versteckten Hinterhöfen, hin zum belebten Freizeitareal: Der Huder Skaterszene winkt ein neuer Standort inmitten des Schul- und Sportzentrums am Huder Bach. „Ich bin optimistisch, dass wir das hinbekommen“, sagte Bürgermeister Axel Jahnz am Montagabend im Sozialausschuss. Für die Anlage ist ein 400 Quadratmeter großer Bereich zwischen der Halle am Huder Bach/Gemeindebibliothek und Teichanlage auserkoren worden. „Zwei bestehende Rondelle sollen zusammengefasst und als Fläche ausgewiesen werden“, informierte Fachbereichsleiter Uwe Schubert. Der Schulvorstand der Peter-Ustinov-Schule sieht das Vorhaben positiv.

Damit würden Skater, Inliner und BMX-Fahrer endlich eine feste Anlaufstelle erhalten. Die Zahl der Aktiven, die ihren Sport auf Rollen und Reifen betreiben, gibt ihr Sprecher Nils Wobig mit 25 an. Im weiteren Umkreis unter Einbeziehung von Oldenburg und Bremen geht er von rund 1200 Leuten aus. In der Vergangenheit sei ihnen „das Leben in Hude schwer gemacht“ worden, berichtete Wobig. Bahnhofsvorplatz, Tunnel und Supermarktgelände seien zu Verbotszonen erklärt worden: „Man hat uns überall verdrängt“, klagte Wobig.

Das „Rumgeschubse“ soll nun bald vorbei sein – dafür dankte die Skater-Initiative der Gemeinde. „Dass wir unsere Vorstellungen im Ausschuss vorstellen durften, ist toll. So weit wie jetzt waren wir noch nie“, freute sich Nils Wobig über das Wohlwollen und Interesse der Ausschussmitglieder. Die Skater ihrerseits kündigten Eigenleistungen beim Abtragen des Bodens und Aufnehmen der Pflasterung an. „Wir nehmen gerne selber Schaufeln in die Hand“, so Wobig. Unterstützung haben ihnen bei den Arbeiten bereits die Firmen Schote und Lepthien zugesagt.

Die Gemeinde Hude hat für die Anlage einen Betrag von 30 000 Euro im Haushalt zur Verfügung gestellt. Das Geld fließt allerdings nur unter der Voraussetzung, dass es eine 42-prozentige Förderung aus dem „Leader-“Programm gibt. Mit der Bezuschussung unterstützt die Europäische Union Anlagen, die das dörfliche Gemeinschaftsleben stärken. Die Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften in Oldenburg, die die Mittel bewilligt, hat das Huder Projekt bereits als förderfähig eingestuft.

Die nächste Sitzung der Arbeitsgemeinschaft „Leader“ findet am 18. März statt. „Ich gehe davon aus, dass wir die Förderung bekommen“, zeigte sich Bürgermeister Axel Jahnz zuversichtlich. „Dann können wir bei offenem Wetter zügig loslegen.“ Auch Ausschussvorsitzende Anke Paradies (SPD) machte den Skatern Mut: „Wir sehen uns hoffentlich bei der Einweihung bald wieder.“