HUDE - Die Bemühungen, der Skaterszene in Hude einen neuen Platz zu geben, kommen ins Rollen: Nils Wobig, Robyn Engelhardt und Ulf Hedenkamp, die mit Unterstützung von Ratsherr Jörg Kreusel ein Grundlagenkonzept für eine Skateranlage erstellt und am Montagabend im Ausschuss für Jugend, Sport und Soziales eine Kostenschätzung nachgereicht haben, erhielten für ihr Engagement fraktionsübergreifend Lob.
„Wir begrüßen die Initiative der Gruppe sehr“, betonte CDU-Ratsherr Bernhard Wolff: „Wir sollten zusammen mit der Verwaltung ein Finanzierungskonzept erarbeiten, das in Etappen umgesetzt werden kann.“ „Ganz toll“ fanden Birte Wachtendorf (Grüne) und Marlies Pape (FDP), wie sich die jungen Huder für ihr Anliegen ins Zeug legen.
Deren Sprecher Nils Wobig hatte zu Beginn der Ausschuss-Sitzung deutlich gemacht, man sei bereit, „alles zu geben“, damit Skater und BMX-Fahrer in Hude eine Anlaufstelle bekommen. So sei bei der Herstellung der Fläche ein erhebliches Maß an Eigenleistungen zu erwarten. Bei der Auswahl und Beschaffung der Geräte habe die Auricher Firma „Playground“ Unterstützung zugesagt. Die Kosten der von ihnen gewünschten fünf Elemente bezifferte das Team der Huder Skater auf knapp 29 000 Euro.
Was die Standortfrage angeht, so trafen „erste Überlegungen“, die Fachbereichsleiter Uwe Schubert zusammen mit der Peter-Ustinov-Schule angestellt hat, im Ausschuss nicht auf Widerspruch: Die jetzige (versteckt) zwischen der Halle am Huder Bach und der Jahnhalle liegende Fläche sei „nicht ideal“. Als Alternative könnte der neue Skateplatz auf dem Schulhof anstelle von zwei Rondellen entstehen. Dieser Bereich sei belebt und könne sowohl von der Gemeindebibliothek als auch von seinem eigenen Büro aus eingesehen werden, sagte Sozialdemokrat Nico Rettcher, der auch Rektor des Schulzentrums ist: „Das beugt Beschädigungen vor.“
Auch Bürgermeister Axel Jahnz hält den Platz auf dem Schulhof für „sehr geeignet“. Eine Verlegung ins Zentrum schloss er aus. Die von seiner Verwaltung veranschlagten Kosten für die Flächenherrichtung in Höhe von 30 000 Euro versah Jahnz mit einem Fragezeichen: „Das muss man noch einmal genau prüfen.“ Bei den Tiefbauarbeiten sei über Sponsoren eine kostengünstige Lösung möglich. Die forderte Ausschussvorsitzende Anke Paradies (SPD) ein, bevor der Haushalt 2010 beschlossen wird. „Bis Januar werden wir etwas vorlegen“, versprach Jahnz.
