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NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Gemeinden Hude

Alte Filme kommen ganz groß raus

26.03.2019

Hude Für alle, die sich für die jüngere Geschichte Hudes interessieren, ist diese „Disc“ ein Muss, meint Bürgermeister Holger Lebedinzew. In aufwendiger Kleinarbeit haben die beiden Huder „Urgesteine“ Norbert Suhr (71) und Gerd Bock (75) altes Filmmaterial, das im Archiv der Gemeinde lagerte, digitalisiert und neu geschnitten. „Hude in den 50ern“ lautet der Titel der Blue-ray-Disc, die ab sofort im Huder Rathaus für 20 Euro erworben werden kann. Knapp 90 Minuten Huder Zeitgeschichte finden sich auf dem modernen Datenträger in einer super Qualität. Geboten wird eine kurzweilige Zeitreise. Es macht Spaß, anhand der vielen kleinen filmischen Episoden einzutauchen in eine längst vergangene Zeit.

Dem großen Engagement von Norbert Suhr und Gerd Bock sei es zu verdanken, dass den alten Filmen mit modernster Technik neues Leben eingehaucht wurde, sagte dazu Olaf Hespe. Der allgemeine Vertreter des Bürgermeisters hatte Suhr und Bock bei ihrem Vorhaben unterstützt, das Archiv der Gemeinde nach geeignetem Material zu durchforsten.

Weil die neue Technik es ermöglicht, einzelne Kapitel zu schaffen, ist die Disc eine Art „Nachschlagewerk“ geworden, wie es der Bürgermeister am Montag nannte. In insgesamt 52 filmischen Kapiteln lässt sich stöbern. Zur Disc erhalten die Käufer auch eine Liste, die Norbert Suhr zusammengestellt hat. So kann man schnell schauen, wenn man etwas ganz Bestimmtes aus der fast 90-minütigen Sammlung sehen möchte. Los geht es mit der Jubiläumsfeier der Freiwilligen Feuerwehr Hude im Jahr 1954. Der Bau des Waldschwimmbades und dessen Einweihung ist ein weiteres Thema. Faszinierend, wie groß die Anteilnahme der Bevölkerung seinerzeit war.

Lebendige Geschichte

Der Reitclub Hude, die Schulen, das Richtfest der Amazonenwerke, die legendäre Kneipe „Ente“, der Schützenverein, die Gesangvereine – alles kann man an dieser Stelle nicht aufzählen. Ein großer Teil stammt aus dem Film „Bei uns zu Haus“, den der Gewerbe- und Verkehrsverein 1957 in Auftrag gab.

Mal unterlegt mit der Musik der damaligen Zeit, mal mit gesprochenen Kommentaren oder auch mit Randnotizen und Untertiteln zum Geschehen in Hude und der Welt. So ist die neue Disc aufgebaut. Ziel war es, eine gute Qualität zu erhalten. Und das ist dank der Fachkompetenz von Prof. Dr.-Ing. Gerd Bock, der heute in Pinneberg lebt, gelungen.

Bock ist in Hude aufgewachsen, hat 1967 den Klosterort verlassen, um zu studieren. Die Verbindungen sind über die Familie aber nie abgebrochen, sagt er. Bock, der unter anderem 20 Jahre technischer Direktor beim NDR war, kennt sich aus mit Filmen und ihrer Digitalisierung. Der 75-Jährige betreibt in Pinneberg das Ingenieurbüro MedienTransForm. Als er von Norbert Suhr angesprochen wurde, der sich nach seiner Pensionierung – er war Sparkassen-Revisor – mit der Huder Ortsgeschichte sehr intensiv auseinandersetzt, sagte er zu, die Digitalisierung des alten Filmmaterials in Angriff zu nehmen. Es wurde ein zweijähriges Projekt, bis die fertige Disc vorlag.

Bock hatte der Gemeinde in früheren Jahren den Film „Bei uns Zuhaus“ aus dem Jahr 1957 schon mal auf DVD gebrannt. Ein Film, den sein verstorbener Vater für den Gewerbe- und Verkehrsverein gehütet hatte. Dieser Film war seinerzeit professionell hergestellt worden. Für die Dreharbeiten organisierten die Huder 1957 sogar extra einen Umzug aller Vereine durch das Dorf.

Vorzeigbarer Film

Die Transformierung der Original-Filmrollen in die fernsehtechnische HD-Auflösung macht aus den alten Schätzen einen vorzeigbaren Film. Wenn’s gut ankommt, soll es bald mehr geben. Denn genug Material, zum Beispiel von der 750-Jahr-Feier Hudes, liegt noch im Archiv, weiß Norbert Suhr. „Damit die Kinder wissen, was Alt-Hude ist“, nennt Suhr seinen Antrieb, sich mit so viel Zeitaufwand dem Film-Projekt zu widmen.

Klaus-Dieter Derke Hude / Redaktion Hude
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