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Jugendcamp Fröhlicher Auftakt trotz Gewitterwolken

Ulrike Johannsmann

HUDE - Grollende Gewitterwolken und heftige Windböen zur Begrüßung konnten der guten Laune und der aufgeregten Vorfreude der 160 Jugendlichen, die Samstagnachmittag zum Internationalen Jugendcamp in Hude anreisten, keinen Abbruch tun. Flatternde Planen und die sich plötzlich aufblähenden Zelte erforderten rasches Handeln von umsichtigen Helfern, bis das herbei geeilte THW-Team so nach und nach alle Zelte sturmfest gemacht hatte.

Ein reges Kommen und Gehen war das, am Samstag an der Peter-Ustinov-Schule. Busse aus allen Himmelsrichtungen trafen nach und nach auf dem Parkplatz ein und entluden eine aufgeregte Schar Reisender mit kleinem und großem Gepäck. Aus Castelsarrasin und Arnage (Frankreich) kamen sie angereist, aus Nowe Miasto (Polen), aus Fiume Veneto (Italien), aus Salcininkai (Litauen) und aus Sirnitz (Österreich). Den kürzesten Weg hatten die 20 jungen Erwachsenen, die aus Hude an dem internationalen Camp teilnehmen, sie kamen zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

THW stellt Nachtwachen

16 Zelte wurden insgesamt zur Verfügung gestellt vom Jugend-THW, der Bundeswehr sowie dem DRK. Sieben ehrenamtliche Helfer des THW Hude/Bookholzberg bauten die Zelte auf, sorgten für die Beleuchtung und stellen für die gesamte Dauer des Camps die Nachtwachen. Sechs von ihnen haben ohnehin Schulferien, erzählt Kai Müncheberg, er selber habe sich extra für diese Woche Urlaub genommen.

Isomatten besorgt

Für die Jugendlichen aus Polen und aus Litauen mussten noch kurzfristig Isomatten organisiert werden, alle anderen Gruppen aber waren bestens ausgerüstet. Die Ausstattung der Einzelnen ging von großem Luxusbett bis hin zur kleinen Luftmatratze, vom Rucksack bis zum Überseekoffer.

Das „Internationale Jugendcamp 2010 im Rahmen der kommunalen Partnerschaften“ stellt den Höhepunkt im diesjährigen Partnerschaftsprogramm der Gemeinde Hude dar. Die Begrüßung der Gäste übernahmen im Namen der Gemeinde Uwe Schubert und Birgit Lohmann-Liebezeit.

Die „Begrüßungstaschen“, die die Jugendlichen im Anschluss überreicht bekamen, enthielten einen Ortsplan von Hude sowie eine Karte von Norddeutschland, Taschenlampe, Vitaminbonbons und eine Übersicht über das Programm-Angebot für die gesamte Woche, natürlich in der jeweiligen Landessprache.

Medien sind Thema

Das Jugendcamp in Hude steht unter dem Motto „Die Bedeutung der Medien für die Demokratie“ und so ranken sich alle Programmpunkte um dieses Thema. Höhepunkte sind dabei Gesprächsrunden zum Thema Medien mit Medienpartnern, die Besichtigung des Druckhauses der

NWZ

  und der Besuch im Funkhaus des Norddeutschen Rundfunks in Hannover.

Viele helfende Hände sind erforderlich, um ein Jugendcamp in dieser Größenordnung vorzubereiten und „am Laufen“ zu halten. Unterstützung erhält die Gemeinde bei dieser Veranstaltung von einem unermüdlichen Helferteam, zum einen von der Peter-Ustinov-Schule, vom TV und vom FC Hude, vom TuS Vielstedt und vom Kulturhof. Aber auch mehrere Huder sind dabei, die Spaß daran haben, mit „anzupacken“ und die sich nicht scheuen, eine so große Anzahl von Gästen mit zu betreuen. Da muss Essen ausgegeben werden, Fragen wollen beantwortet werden, Wege gewiesen werden. Ihnen allen gebührt ein besonderer Dank für ihr Engagement.

Ein weiteres Dankeschön gebührt den zahlreichen Firmen aus Hude und Umgebung, die durch Geld- oder Sachspenden die Umsetzung des Projektes ermöglicht haben.

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