Hude - Kommt der Zweckverband Kommunalservice Nordwest derzeit überhaupt noch seiner Aufgabe nach, im Sinne der Verkehrssicherungspflicht eine vernünftige Straßenkontrolle in der Gemeinde Hude vorzunehmen?

Die Löcher in Straßen und Wegen. Die ausgefahrenen Bermen. Die hohen Bankette, die verhindern, dass Wasser abläuft. Aber auch die vielen alten Bäume mit der Gefahr durch herabfallendes Totholz. Die Gräben, bei denen verstopfte Durchlässe dafür sorgen, dass Wasser nicht vernünftig abfließen kann. – Wird das alles dokumentiert?

Alles unter Kontrolle?

Klaus Derke
Hude

Diese Fragen wurden in der Einwohnerfragestunde des Ausschusses für Gemeindeentwicklung und Umwelt von einem Bürger aufgeworfen.

Der Zweckverband hinkt offenbar etwas hinterher. „Der Sturm hat uns zwei Monate zurückgeworfen“, sagte Betriebsleiter Dietrich Fischbeck. Und die nasse Witterung der vergangenen Monate tue ihr Übriges. Der Zweckverband flicke die schlimmsten Löcher. Das bleibe aber oft nicht haften. An zu schmalen Straßen führe das dauerhaft feuchte Wetter zu massiven Problemen.

Bei nur drei Metern Breite müsste bei jedem Begegnungsfall der aufgeweichte Seitenraum herhalten. Und: Die Autofahrer würden alle bei diesen Manövern nicht den Fuß vom Gas nehmen.

Straßen wie Hohelucht/Hogelied in Hude seien nicht für den Verkehr von heute gebaut, sagte Fischbeck. „Wir sind dauernd da“, sagte er zum Einsatz seiner Mitarbeiter. Aber es sei derzeit eine Sisyphus-Arbeit.

„Da wird mal Schotter reingefahren, aber beim nächsten Mal ist er wieder raus“, hatte zuvor ein Anwohner kritisiert.

Der Bedarf im Bereich Hohelucht/Hogelied sei erkannt, sagte Fachbereichsleiterin Martina Schneider. Dabei gehe es aber nicht nur um die vorhandene Fahrbahn, sondern auch um mehr Sicherheit für die schwächeren Verkehrsteilnehmer, bei begrenzt zur Verfügung stehender Fläche. Damit müsse man sich tiefergehend auseinandersetzen. Und das kann dauern.

Hohelucht/Hogelied stehe für 2021 auf dem Plan, erfuhren die Zuhörer. „Wir haben viele schlechte Straßen“, bedauerte der stellvertretende Ausschussvorsitzende Wilfried Siems (CDU).

Die Anwohner macht das wenig glücklich, wie zum Beispiel auch an der Straße In den Späten.

Von dort berichtete ein Anwohner, dass zeitweise schon mal keine Zeitung zugestellt werden konnte, die Müllabfuhr sich weigerte, die kaputte Straße zu befahren und der Rettungsdienst nur mit Verspätung bei einem Herzinfarkt habe helfen können.

„Auch In den Späten ist dran“, vertröstete Dietrich Fischbeck. Er könne aber noch keine Jahreszahl nennen. Die Liste ist insgesamt sehr sehr lang. Nur ein Teil davon wird in diesem Jahr abgearbeitet. Der Ausschuss hat die Maßnahmen abgesegnet.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude