HUDE/LANDKREIS - Mit großer Mehrheit wurde Monika Grashorn erneut zur Kreisvorsitzenden gewählt. Neue Geschäftsführerin ist Carmen Rasche.
Von Stefan Idel
HUDE/LANDKREIS - Harmonie bei den Liberalen im Landkreis Oldenburg: Mit 47 von 52 möglichen Stimmen wurde Monika Grashorn am Montagabend in Hude mit deutlicher Mehrheit erneut zur FDP-Kreisvorsitzenden gewählt. Die Unternehmerin aus Hatten, die sich vor zwei Jahren noch gegen einen Gegenkandidaten durchsetzen musste, erhielt nur drei Gegenstimmen. In ihrem Rechenschaftsbericht wies Grashorn zugleich darauf hin, dass ihre Partei mit 15,12 Prozent auf Kreisebene bei der Kommunalwahl 2006 das beste FDP-Ergebnis in Niedersachsen erzielt habe.Die Unterstützung von Landrat Frank Eger (SPD) bei der Kommunalwahl sei „kein Freifahrtschein“ für spätere Zeiten, betonte Grashorn. Sie forderte, dass der Landrat mehr Präsenz im Kreishaus zeigt. FDP-Fraktionschef Ernst-August Bode ergänzte, er werde von der Kreisverwaltung eine genaue Aufstellung der Kosten für die „Oldenburg-Schau“ im Russischen Haus in Berlin verlangen. Das Ergebnis der dreitägigen Präsentation des Landkreises, unter anderem eine Einladung zu einem Erdgas-Symposium, sei „überaus dürftig“, meinte Bode.
Der FDP-Fraktionschef verwies auf zahlreiche Projekte im Kreis, die die Partei vorantreiben wolle. Notwendig sei die Sanierung des Radweges entlang der Kreisstraße zwischen Sandkrug und Kirchhatten. Priorität genieße weiterhin der Ausbau der Schulen. Das räumliche Problem der geplanten Förderschule in Hude-Nordenholz müsse durch einen Anbau gelöst werden. Außerdem fordert die FDP einen Tunnel an der K 226 in Hude.
Verärgert zeigte sich Bode darüber, dass die neue Großleitstelle für Feuerwehr und Rettungswesen offenbar in der Oldenburger Innenstadt gebaut werden soll (die NWZ berichtete). Man sei immer davon ausgegangen, dass die Großleitstelle an der Peripherie Oldenburgs, möglicherweise sogar im Landkreis Oldenburg, entstehe. Für diese Lösung werde die FDP weiter kämpfen. Außerdem wollen sich die Liberalen für einen Zuschuss des Landkreises ans Wildeshauser Krankenhaus Johanneum einsetzen. Dazu würden Anfang Mai Gespräche mit dem Gruppenpartner SPD geführt. Das Krankenhaus trage mit dazu bei, die „Kreis-Identität“ zu stärken.
