HUDE - Die Entscheidung fällt 2008. Gemeinde und Landkreis wollen sich Planungskosten teilen.

Von Stephan Onnen

HUDE - Was dem Südpol die Pinguine, dem Nordpol die Eisbären, das sind für Niedersachsen die Kühe. Das meint zumindestens die Landesvereinigung der Milchwirtschaft (LVN). Die LVN nennt deshalb das von ihr geplante Zentrum für die schwarzbunte Kuh „Kuhpol“. Als Museumsstandort hat sich Ende vergangenen Jahres die Gemeinde Hude formlos beworben – jetzt soll ein qualifizierter Antrag nachgeschoben werden.

Neben Hude haben vier weitere Kommunen ihren Hut in den Ring geworfen. Darunter sind indes zwei Bewerber, die sich mit konkreten Schritten noch schwer tun, berichtete LVN-Geschäftsführerin Kristine Kindler. Die Huder Bemühungen stuft sie dagegen nach dem Eindruck der bisherigen Gespräche als „professionell“ ein. Denn die Klostergemeinde will das Projekt gemeinsam mit dem Landkreis Oldenburg angehen: Der Kreis hat zugesagt, sich in gleicher Höhe wie die Gemeinde an den Planungskosten zu beteiligen, die mit 9000 Euro veranschlagt werden. Die Gemeinde will maximal 4000 Euro ausgeben. Die Volksbank hat grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, sich an den Kosten zu beteiligen.

Gemeinde und Landkreis haben bereits Kontakt zum Planungsbüro Petri und Thiemann in Hamburg aufgenommen, das schon mehrere Projekte dieser Art betreut hat, so auch das Universum in Bremen. Themenkonzepte, Machbarkeitsstudie und betriebswirtschaftliche Analyse will die Gemeinde indes erst erarbeiten, wenn sie den Zuschlag als Standort erhält.

Eine Entscheidung wird die LVN „im Laufe des Jahres 2008“ treffen. Falls Hude das Rennen macht, kann die Gemeinde selber entscheiden, welchen der drei in einem Ideenwettbewerb erstplatzierten Gestaltungsentwürfe sie umsetzen will. „Es muss nicht zwingend der Siegerentwurf sein“, betont Kristine Kindler.

Platz eins belegten Lars Beckmann (Bad Salzuflen) und Philip Wiechern (Detmold), die das Denkmal in Form von zwei zu unterschiedlichen Zeiten fallenden Milchtropfen gestalten möchten. Der erste Tropfen bildet den 17,5 Meter hohen Kuhpol. Der zweite Tropfen wird als Gebäude genutzt, er bietet Platz für das „Mehrwertzentrum“ rund um die Milch. Spiel- und Vortragsräume, Platz für Historisches und Kulinarisches sind integriert.

Die Entwürfe sollen auch in Hude gezeigt werden – die Ausstellung ist indes schon bis Mitte Juli ausgebucht.

Mehr Infos unter www.kuhpol.de