Hude - Wie gestalte ich meinen Garten insektenfreundlich? Das konnten interessierte Huder auf dem Wochenmarkt erfahren. Mit einem eigenen Stand und der Möglichkeit, ein kleines Insektenhotel selbst zu bauen, wollte der Naturschutzbund (Nabu) Oldenburg auf das Projekt „Insekten retten!“ hinweisen.

„Wir möchten speziell Gartenbesitzer motivieren, ihren Garten insektenfreundlich zu gestalten“, erklärte Silke Kreusel vom Nabu. Doch auch Gewerbetreibende können mit Blühflächen auf ihren Grundstücken etwas zum Insektenschutz beitragen. „Da haben wir in den Gewerbegebieten hier viel Potenzial.“ Es sei jedoch noch jede Menge Luft nach oben, sagte Kreusel.

„Wir merken, dass das Interesse groß ist.“ Die Menschen fingen an, sich Sorgen zu machen und zeigten einen guten Willen. Doch oft fehle es an Wissen. Zum Beispiel sollten nach Möglichkeit nur heimische Pflanzen, die auch in der Natur vorkommen, in den Gärten ausgesät werden. Denn andere Blühpflanzen könnten die heimischen verdrängen.

Darüber hinaus zeigte der Nabu, dass eine Nisthilfe schnell gebaut ist. Eine alte Blechdose und kleine Stängel aus Bambus oder Schilf reichen dafür aus. Die Stängel werden dicht an dicht in die Dose gesteckt, sodass sie diese ganz ausfüllen. Kreusel betont, dass nur Stängel mit Löchern zwischen zwei und acht Millimetern verwendet werden sollten. Hier können dann bis zu 18 verschiedene Wildbienen nisten.

Das Projekt „Insekten retten!“, das von der Bingo Umweltstiftung gefördert wird, läuft noch bis zum Jahr 2021. Dafür ist der Nabu im gesamten Landkreis Oldenburg für den Insektenschutz im Einsatz. Als nächstes ist die Organisation auf dem Wochenmarkt in Harpstedt am Donnerstag, 23. Mai, vertreten. Wie wird der eigenen Garten insektenfreundlich? Im Rahmen des Projekts berät der Nabu zudem Interessenten im Landkreis Oldenburg auf ihrem eigenen Grundstück. Anfragen nimmt Silke Kreusel unter kreusel@nabu-oldenburg.de entgegen.

Anna-Lena Sachs
Anna-Lena Sachs Online-Redaktion (stv. Ltg.)