HUDE/NEUENWEGE - HUDE/NEUENWEGE - Die CDU-Ratsmitglieder Gerit Menkens und Bernhard Wolff bringen die Gemeinde Hude als Standort für ein Güterverkehrszentrum (GVZ) ins Spiel. Die beiden Christdemokraten wittern eine Chance, nachdem sich die Gemeinde Hatten aus der Planung für ein gemeinsames Projekt mit der Stadt Oldenburg zurückgezogen hat. „Umso mehr sollte jetzt der Gedanke eines zentralen Standortes in Neuenwege auf dem Gebiet der Gemeinde Hude diskutiert und verfolgt werden“, heißt es in einem Schreiben der CDU-Fraktion an Bürgermeister Axel Jahnz.

Jahnz hat die Fährte „GVZ“ indes längst selber aufgenommen: Schon am Tage der Veröffentlichung des Hatter Rückziehers in der NWZ vom 10. Juni hat er Kontakt zu Oldenburgs Stadtbaurat Dr. Frank-Egon Pantel aufgenommen. Wie berichtet, möchte die Stadt in einem Gutachten auch Hude als Standortalternative prüfen lassen. Um die interkommunale Zusammenarbeit zwischen Oldenburg und Hude näher zu definieren, haben Stadt und Gemeinde umgehend für den 14. Juli einen Termin vereinbart, an dem Jahnz persönlich teilnehmen wird. „Sollte die Möglichkeit der Umsetzung dieses Projektes bestehen, wäre dies phantastisch und würde einen enormen Schub für unsere Gewerbepolitik bedeuten“, meint Jahnz.

Er begrüßt ausdrücklich den Antrag der CDU, die anregt, „kurzfristig“ eine Debatte über die Schaffung eines interkommunalen Güterverkehrszentrums zu führen und „eventuell anfallende Planungskosten einzukalkulieren“.

Aus Sicht von Gerit Menkens und Bernhard Wolff eignen sich die Flächen in der Gemeinde Hude „hervorragend“ als GVZ-Standort. Sie liegen bereits zentral an der Autobahnauffahrt Oldenburg-Ost. Daher könnten die Kosten für einen zusätzlichen Autobahnanschluss entfallen. Die direkte Autobahn-Anbindung gilt als Voraussetzung für einen GVZ-Standort und hätte für das auf Hatter Gebiet anvisierte Areal erst noch geschaffen werden müssen. Weil Hude dieses Problem auf seinen Flächen nicht habe, könnten nach Auffassung von Menkens und Wolff mehr Ideen in die übrige Infrastruktur eingebracht werden. Zudem verweisen sie auf die gute Verkehrsgrundlage durch die Bahnlinie Bremen-Oldenburg.

Aus Sicht der Christdemokraten könnte Hude die Nachbargemeinde Hatten als Partner Oldenburgs ablösen. Die Stadt werde zwar ihre Position als Oberzentrum nutzen und in die Beratung einbringen – „gleichwohl“, so betonen Menkens und Wolff, „hat die Gemeinde Hude gute Chancen der Realisierung auf eigenem Gebiet.“