HUDE/OLDENBURG - Seit einer Woche wurde in und um Hude nach Alois Wagner gesucht. Nun steht fest: Der 97-Jährige wurde getötet – erdrosselt vom Nachbarn.
Am 1. April hatte eine Nachbarin den rüstigen Rentner bei der Polizei in Hude als vermisst gemeldet. Trotz mehrerer Suchaktionen in und um Hude hatten die Ermittler zunächst keine Spur von Alois Wagner. Doch dann setzten die Beamten speziell ausgebildete Leichen- und Blutspürhunde ein.
Eines der Tiere schlug bei einem Auto an, das vor dem Haus des Rentners geparkt war. Der rote Wagen gehörte Nachbarin Erika S., die seit Jahren im Untergeschoss des idyllisch gelegenen Hauses am Huder Birkenweg lebte. Im Obergeschoss wohnte Wagner, der sich trotz seines hohen Alters immer noch selbst versorgte.
Nachdem die Hunde beim Auto von Erika S. angeschlagen hatten, konzentrierten sich die Ermittler sofort auf sie – und auf ihren Freund. Der 45-jährige Christian S. lebte zuletzt die meiste Zeit in dem Zweifamilienhaus. Und im Laufe der Verhöre gestand Christian S., den alten Mann erdrosselt zu haben. Anschließend führte er die Ermittler zum Tweelbäker See nach Oldenburg. Dort hatte er sein Opfer am Montag in einen Brunnen geworfen.
„Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er sein Opfer in einer Garage versteckt“, so ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Oldenburg. Ein Richter des Amtsgerichts erließ Haftbefehl wegen Totschlags. S.’ Lebensgefährtin wusste nach den bisherigen Ermittlungen nichts von der Tat.
