HUDE/OLDENBURG - Nach dem gewaltsamen Tod des 97-jährigen Alois Wagner aus Hude rätseln Polizei und Staatsanwaltschaft weiter über das Motiv des mutmaßlichen Täters Christian S. Der 45-jährige Huder hatte gestanden, Wagner am 31. März in dessen Wohnung erdrosselt zu haben. Er sitzt weiterhin in Untersuchungshaft in der Justizvollzugsanstalt Oldenburg und hüllt sich in Schweigen. „Die Ermittlungen laufen weiter, demnächst werden wir die Anklageerhebung vorbereiten“, berichtete Staatsanwalt Stefan Schmidt. Wann sich Christian S. vor Gericht verantworten muss, steht noch nicht fest. Die Staatsanwaltschaft ist gehalten, Fälle, in denen die Beschuldigten in Untersuchungshaft sitzen, innerhalb von sechs Monaten abzuschließen.

Christian S. hatte in seiner polizeilichen Vernehmung zugegeben, Wagner getötet, die Leiche zu seiner eigenen Wohnung transportiert und dort in der Garage verwahrt zu haben. Am 6. April brachte er die Leiche im Wagen seiner Lebensgefährtin Erika S., der Nachbarin von Alois Wagner, zum Tweelbäker See. Dort wurde sie einen Tag später von der Polizei gefunden.

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